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LBM testet insektenschonende Mähtechnik – Pilotprojekt mit der Universität Koblenz

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz testet derzeit in einem Pilotprojekt insektenschonende Mähtechniken. Begleitet wird das Projekt von der Universität Koblenz (Institut für Integrierte Naturwissenschaften), Abteilung Biologie Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften.

Das Grün an der Straße muss regelmäßig gemäht werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Pro Jahr mähen die Straßenmeistereien in Rheinland-Pfalz etwa 164 Millionen Quadratmeter Rasenfläche - dies entspricht der Fläche von etwa 23.000 Fußballfeldern. Um dabei möglichst insektenschonend zu arbeiten, erprobt der LBM verschiedene technische Möglichkeiten. Ziel ist, die neue Mähtechnik künftig landesweit zu nutzen, um die Artenvielfalt zu fördern und das Ökosystem zu schützen.  

Auf insgesamt dreißig ausgesuchten Probeflächen im Bereich der Straßenmeisterei Bogel werden ab dem 15. Juli 2024 drei Unimogs das Grün an der Straße mähen. Zwei Unimogs sind dabei mit innovativen Öko-Mähköpfen ausgestattet; ein weiterer Geräteträger mit dem derzeitigen Standard-Mähkopf. Untersucht und verglichen wird, wie insektenfreundlich die verschiedenen Aufsätze mähen. Auch das Handling der unterschiedlichen Techniken wird bewertet.

Die Öko-Mähköpfe haben einen Aufsatz, mit dem Insekten aufgescheucht und von Pflanzen abgestreift werden, bevor die Messer kommen. Eine größere Schnitthöhe soll die am Boden lebenden Insekten schützen. Die besondere Form der Walzen reduziert die Fläche, die überrollt wird. Kleine Lebewesen sollen so geschont werden und der Bodendruck gering bleiben. Spezielle Messer reduzieren den Saugeffekt, so dass deutlich weniger Insekten ins Schneidewerk gelangen.

Um ein vorheriges Mähen zu vermeiden, sind die Flächen an den Straßen entsprechend abgesperrt. Die Untersuchungen finden im Juli und August 2024 statt. Als Gesamt-Laufzeit ist für das Projekt der Zeitraum von Juli 2024 bis Oktober 2025 vorgesehen.

Die Straßenbauverwaltung bietet mit den vielgestaltigen Begleitflächen an dem landesweiten Straßennetz zum Teil wichtige Verbundstrukturen für die Tier- und Pflanzenwelt. Unter anderem durch den aktuellen Koalitionsvertrag ist der LBM dazu aufgefordert, seinen Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung der Artenvielfalt, der Biotopvernetzung und der Umsetzung der Biodiversitätsziele im Rahmen seiner Möglichkeiten zu leisten. Ein Baustein kann dabei die insektenschonende Mahd entlang der Straßenränder sein. Aus diesem Grund testet der LBM nun in einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung zur „Insektenfreundlichen Mahd“ die tatsächlichen Auswirkungen bzw. Vorteile neuer „insektenfreundlicher“ Mähköpfe.

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