Luftschadstoffe

Säule digitale Luftmesswerte
Symbolbild Luftmesswerte

In den vergangenen Jahren konnte die Luftqualität durch die Reduktion von Luftschadstoff-Emissionen deutlich verbessert werden. Trotzdem bleibt das Thema Luftschadstoffe aktuell. Luftschadstoffe entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in der Industrie und Energiewirtschaft, privaten und gewerblichen Kleinfeuerungsanlagen, in der Landwirtschaft und aus dem Verkehr.

Zu den verkehrsbedingten Luftschadstoffen zählen neben Abgasen auch die Fein- und Feinststäube wie beispielsweise Ruß. Sie entstehen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe in motorisch betriebenen Kraftfahrzeugen. Hinzu kommt im Straßenverkehr der Abrieb von Reifen, Bremsbelägen und vom Fahrbahnbelag.

Bei der Frage, wie sich die Schadstoffe ausbreiten, kommen verschiedene Faktoren zusammen: Die Lage der Straße spielt dabei ebenso eine Rolle wie Windgeschwindigkeit, Windrichtung und die Gestaltung der Erdoberfläche. Auch Lärmschutzwände und -Wälle haben Einfluss darauf, dass sich verkehrsbedingte Schadstoffimmissionen reduzieren. Werden Grünflächen angelegt, senkt dies die Schadstoffkonzentration ebenfalls.

In der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen (39. BlmSchV) vom 2. August 2010 sind die Immissionsgrenzwerte für die Luftschadstoffe festgelegt. Mit Einführung der 39. BImSchV wurde die Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 21. Mai 2008 in deutsches Recht umgesetzt.

Immissionsgrenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit nach 39. BlmSchV
KomponenteMitteilungszeitraumGrenzwert
Schwefeldioxid SO2Stunde

Tag
350 µg/m³

24 zulässige Überschreitungen / Jahr
125 µg/m³
3 zulässige Überschreitungen / Jahr

Stickstoffdioxid NO2Stunde

Kalenderjahr
200 µg/m³
18 zugelassene Überschreitungen pro Kalenderjahr
40 µg/m³
Partikel PM10Tag

Kalenderjahr
50 µg/m³
35 zulässige Überschreitungen im Jahr
40 µg/m³
Partikel PM2,5Kalenderjahr25 µg/m³ 1)
Benzol C6H6Kalenderjahr5 µg/m³

Blei Pb
Kalenderjahr0,5 µg/m³
Kohlenmonoxid CO8 Stunden10 mg/m³
höchster 8-Stundenmittelwert pro Tag.

1) einzuhalten ab 1.1.2015. Für diesen Grenzwert beträgt die Toleranzmenge 5 µg/m³. Sie vermindert sich ab dem 1.1.2009 jährlich um ein Siebtel bis auf den Wert 0 zum 1.1.2015.

Für die Überwachung der Luftqualität betreibt das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz als zuständige Immissionsschutzbehörde ein Netz von Messstationen für Luftschadstoffe und Wetterdaten. Diese können unter www.luft-rlp.de abgerufen werden.