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B 47, Südumgehung Worms

Hinweis:

Sperrung der Horchheimer Straße (L 395) ab Montag, 15. Januar 2018. Weitere Informationen unter der Rubrik "Aktuelles":

Aktuelles

Präsentation Bürgerinformation vom 09.Mai 2016 (PDF, 3,8 MB)

Übersichtsplan aktuelle Baumaßnahmen (JPG, 1 MB)


Nächste Schritte

Baustart für Bahnüberführung

Am 19. Februar 2018 beginnen die Arbeiten zum Bau der Überführung der B47neu über die Bahnstrecke Worms-Ludwigshafen.

Der Neubau der Brücke erfolgt parallel auf beiden Seiten der Bahngleise. Die zwei getrennten Fahrbahnplatten werden aus einer Kombination von Fertigteilen aus Spannbeton und aus sogenanntem "Ortbeton" hergestellt. Die Arbeiten können bis auf wenige Sperrpausen in den Nachtstunden unter laufendem Bahnverkehr stattfinden.

Die Baustelle befindet sich abseits des Wormser Straßennetzes. Daher sind keine Verkehrsbehinderungen für den Kfz-Verkehr zu erwarten. Leider muss der "Alte Postweg" für die Zeit der Brückenbauarbeiten gesperrt werden. Die Nutzer werden gebeten, die Rad- und Fußwege entlang der Klosterstraße und Cornelius-Heyl-Straße zu benutzen.

Die neue Straßenbrücke über die Bahn hat eine Breite von rund 23 Meter. Die Spannweite über die Bahn beträgt rund 20 Meter. Neben der Bahnlinie wird auch der "Alte Postweg" überspannt, der die Karl-Marx-Siedlung mit der Cornelius Heyl-Straße verbindet. Die neue Bundesstraße verläuft an der Kreuzung mit der Bahn auf einer Höhe von rund 7,5 Metern über den Gleisen.

Mit dem Neubau der B47, Südumgehung Worms wurde im Juli 2016 begonnen. Der erste Abschnitt an der Kolpingstraße ist bereits fertig gestellt. Die Verlegung von Versorgungsleitungen im Vorlauf für den Bau des zweiten Streckenabschnitts der Südumgehung zwischen Horchheimer Straße und Weinsheimer Straße haben im Januar begonnen (s. Übersichtsplan aktuelle Baumaßnahmen).

Die neue Straßenbrücke über die Bahn ist als Teil des dritten und letzten Bauabschnitts ein weiterer zentraler Mosaikstein der Südumgehung Worms.

Ende des Jahres soll das rund zwei Millionen Euro teure Bauwerk fertig gestellt sein. Die Südumgehung Worms soll voraussichtlich 2022 unter Verkehr gehen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 36 Mio. Euro. Das Vorhaben ist bisher im geplanten Zeit- und Kostenrahmen.

Daten und Fakten zur Bahnüberführung

Stützweite/Länge rd. 20,00 MeterBreite rd. 23,00 Meter
Straßengradiente über Gleis rd. 7,50 Meter
Kosten rd. 2,0 Millionen Euro

Sperrung der Horchheimer Straße (L 395) seit dem 15. Januar 2018

Im Auftrag von EWR und EBWO finden ab Montag, den 15.1.2018 die Bauarbeiten für die Verlegung einer Hochdruckgasleitung und eines neuen Abwasserkanals in der Horchheimer Straße (L 395) statt.

Hierzu muss die Horchheimer Straße ab Montag, 15.1.2018, für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Umleitung erfolgt über die eigens dafür hergestellte Verbindungsspange zwischen der Weinsheimer (L 456) und der Horchheimer Straße (L 395) (Umleitungsskizze hier).

Die Sperrung der Horchheimer Straße wird voraussichtlich bis Herbst 2018 andauern.

Der Anlieger- und Lieferverkehr in die Horchheimer Straße kann nur aus der Innenstadt heraus erfolgen. Eine direkte Zufahrt in die Horchheimer Straße aus Richtung Horchheim oder Weinsheim ist nicht möglich. Für den Durchgangsverkehr ist die Horchheimer Straße zwischen der Einmündung Weinsheimer Straße und dem Autohaus Heydasch gesperrt.

Der Fußgänger- und Radverkehr kann die Horchheimer Straße ungehindert nutzen.


Nächste Schritte:

Ab 04/2018:
Neubau der Überführung der Klosterstraße über die B47neu auf dem Gelände
der ehemaligen Kleingartenanlage (Bauwerk 7).

Ab 05/2018:
Neubau der Anschlussstelle Horchheimer Straße einschließlich Überführung
der Horchheimer Straße über die B47neu (Bauwerk 2).


Überblick Gesamtmaßnahme

Bisher:

Die Südfahrbahn zwischen der Anschlussstelle A 61-Worms und der Kolpingstraße ist bereits seit Mitte 2016 unter Verkehr. Seit August 2016 laufen die Bauarbeiten zum Neubau der Südumgehung Worms. Der erste Bauabschnitt östlich der Anschlussstelle Kolpingstraße ist bereits fertig gestellt.

Sachstand:

Die Fahrbahnen und Schutzplanken der B47 im Bereich der Anschlussstelle A 61-Worms werden seit Mitte 2017 saniert. Diese Arbeiten werden noch bis in die zweite Jahreshälfte 2018 andauern.

Die beiden Brücken der Südumgehung am "Mondscheinweg" und am Eisbachradweg sind fertiggestellt. Bereits seit Juli 2016 laufen die Vorarbeiten für die Dammschüttung östlich der Bahnlinie. Hier werden nach und nach überschüssige Erdmassen aus den anderen Bauabschnitten eingebaut. Die Verbindungsspange zwischen Horchheimer- und Weinsheimer Straße, sowie der provisorische Kreisel auf der Weinsheimer Straße sind unter Verkehr. Auf dem abgesperrten Teil der Horchheimer Straße werden derzeit durch EWR und ebwo Leitungsverlegungen durchgeführt.

Die provisorische Umleitungsspange ist bereits Teil der neuen Anschlussstelle "Horchheimer Straße". Sie wird nach der Funktion als Umleitungsstrecke größtenteils in die neue Anschlussstelle integriert.

Die Ausschreibung für die neue Anschlussstelle Horchheimer Straße mit Erd- Straßen- und Brückenbauarbeiten befindet sich in Bearbeitung. Die Vergabe des Bauauftrages erfolgt im ersten Quartal 2018. Der Baubeginn ist für Anfang Mai vorgesehen.

Ausblick:

Nach Fertigstellung der Anschlussstelle Horchheimer Straße Ende 2019 kann der Verkehr bereits von der A 61 bis zur Horchheimer Straße rollen.

Das Überführungsbauwerk über die Bahn und die neue Überführung Klosterstraße sollen bis Ende 2018 fertig gestellt werden, so dass die Bauarbeiten im östlichen Bereich der Südumgehung planmäßig fortgesetzt werden können. Die Fertigstellung der gesamten Südumgehung Worms ist für 2022 vorgesehen.

Weitere Informationen

An der Horchheimer Straße zwischen dem Autohaus Heydasch und Cash & Carry wurde auf Höhe der Wirtschaftswegeinmündung zum "Mondscheinweg" einen Schaukasten aufgestellt. Hier können sich interessierte Bürger über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informieren.

 

 

 

Beschreibung der Baumaßnahme

Mit dem Neubau der B 47 zwischen der Kolpingstraße (K 17) und der B 9 wird eine wichtige fehlende Verbindung für den regionalen und überregionalen Verkehr hergestellt - eine Entlastung für Wormser Bürgerinnen und Bürger sowie tausende Pendler gleichermaßen. Denn die B47 ist ein wichtiges Ost-West-Verbindungsglied zwischen den Autobahnen 61 und 63 auf rheinland-pfälzischer Seite und der A 67 und A 5 auf hessischer Seite.

Aktuell verläuft die Straße mitten durch die Wormser Innenstadt, gesäumt von Wohnungen und Firmen. Die zahlreichen kleinen Kreuzungen und Einmündungen führen in den Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu Staus. Denn dann treffen der innerstädtische und der überregionale Verkehr auf diesem Engpass zusammen. Rund 11 Prozent des Verkehrs auf der B 47 sind rein überregionaler Durchgangsverkehr. Dieser wird zukünftig um den Innenstadtbereich herumfließen.

Die neue Verbindung wird außerdem Teil des "äußeren Rings" der Stadt und übernimmt damit zusätzlich eine wichtige Sammel- und Verteilfunktion für den Stadtverkehr. Die Prognosen zeigen, dass z. B. die besonders belasteten Achsen "Kolpingstraße, Klosterstraße und Horchheimer Straße" durch den Neubau stark entlastet werden.

Die neue B 47 wird zwei Fahrbahnen je Richtung haben und außerdem ohne Ampeln und Kreisel bis zur Wormser Rheinbrücke führen. Kreuzende Straßen, Eisenbahn und Gewässer werden mit Brücken über oder unter die neue Straße verlegt. Die bisherige B 47 wird nach Abschluss der Bauarbeiten zu einer Stadtstraße abgestuft.

Streckenverlauf

Die Neubautrasse beginnt unmittelbar an der Anschlussstelle Kolpingstraße B 47/K 17, kreuzt die Horchheimer Straße (L 395), die Weinsheimer Straße (L 456), die Bahnlinie Worms-Ludwigshafen und die Klosterstraße. Sie schließt im Bereich des Mittelochsenplatzes unmittelbar vor der Anschlussstelle B 9/L 523 an die L 523 an.

Der Neubau findet ausschließlich in der Gemarkung Worms statt. Der Flächenbedarf liegt bei rund 354.000 Quadratmetern.

Die Länge der Baustrecke beträgt rund 2,35 Kilometer. Es müssen circa 900 Meter klassifizierte Straßen sowie rund 300 Meter städtische Straßen verlegt bzw. umgebaut werden.

Weitere Daten:

  • Querschnitt: Vier Spuren mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen (Gesamtbreite 21,5 m)
  • Anschlüsse:
    - Kolpingstraße (K 17)
    - Horcheimer Straße/Weinsheimer Straße (L 395/L 456)
    - Klosterstraße (L 523)
  • Bauwerke:
    Acht Bauwerke, teils als Über- und Unterführung, sowie 1.000 Meter Lärmschutzwände
Baukosten

rd. 36 Mio. Euro

davon
rd. 6,5 Mio. Euro für Grunderwerb
rd. 9,5 Mio. Euro für Brückenbauwerke
rd. 20 Mio. Euro für Straßenbau

Bauzeit

Baubeginn: Ende Juli 2016

Bauzeit: zirka sechs Jahre

Planungshistorie

Die B 47 neu ist derzeit von der Einmündung B 47/B 271 bei Monsheim durchgehend bis zur Anschlussstelle Kolpingstraße (B 47/K17) mit einem einbahnigen Querschnitt ausgebaut. Von der Anschlussstelle Worms (A 61) bis zur Anschlussstelle Kolpingstraße besteht seit Juli 1973 eine rechtskräftige Planung für einen vierspurigen Ausbau. Bisher wurde jedoch nur ein Fahrstreifen gebaut. Die Erweiterung um den zweiten Fahrstreifen erfolgt im Zusammenhang mit dem Bau der Südumgehung.

Für die Weiterführung der B 47 wurde 1977 ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Die damalige Planung sah vor, die B 47 über eine neue Rheinbrücke ca. 1,3 km südlich der vorhandenen Rheinbrücke nach Hessen weiterzuführen. Aufgrund von massiven Einsprüchen zu naturschutzfachlichen Aspekten kam das Verfahren zum Erliegen. Der damals neu erstellte Generalverkehrsplan der Stadt Worms kam zum Ergebnis, dass statt eines südlich oder nördlich gelegenen Neubaus die bestehende Rheinbrücke erweitert werden sollte. Daraufhin wurde eine zweite zweispurige Rheinbrücke unmittelbar neben der bestehenden Strombrücke geplant. 1987 wurde das erforderliche Planfeststellungsverfahren für den Brückenneubau eingeleitet und 1992 erfolgreich zum Abschluss gebracht. 2008 wurde die neue Rheinbrücke fertig gestellt. Aufgrund dieser Entwicklung war es erforderlich, für die Südumgehung ebenfalls ein neues Planungskonzept zu entwickeln, welches im Endergebnis die Führung der neuen B 47 von der AS Kolpingstraße bis zur L 523 am Mittelochsenplatz und im weiteren Verlauf zur neuen vierspurigen Rheinquerung vorsieht.

Die topografischen Gegebenheiten sowie die planerischen und städtebaulichen Zwangspunkte bilden den Rahmen für den engen Planungskorridor mit wenig Raum für alternative Linienführungen. Im Verlauf der vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens durchgeführten Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) wurden mehrere Höhenverläufe (Gradienten) für die Südumgehung untersucht. Überführungen und Unterführungen der kreuzenden Verkehrswege Horchheimer Straße, Weinsheimer Straße, Bahnstrecke und Klosterstraße wurden einander gegenübergestellt und bewertet.

Nach Optimierungen und Abwägungen - insbesondere aus der Sicht von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit - wurde die Überführung der B 47 neu über die Bahnstrecke als Grundlage der weiteren Planung gewählt. Ansonsten wird die neue Trasse auf Höhe des vorhandenen Geländes geführt. Die kreuzende Horchheimer Straße und die Klosterstraße werden überführt.

Die Gestaltung der Knotenpunkte bzw. Anschlussstellen ist ebenfalls ein Ergebnis von mehreren Optimierungen und Untersuchungen, wobei die Kriterien Platzbedarf, Umweltauswirkungen, Verkehrsabwicklung/-sicherheit und Leistungsfähigkeit den Ausschlag für die planfestgestellte Form gaben.

Der Planfeststellungsbeschluss für die B 47 Südumgehung Worms zwischen der Kolpingstraße und der B 9 hat im März 2014 Rechtskraft erlangt. Im August 2013 wurde eine noch anhängige Klage vom OVG abgewiesen. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 6. März 2014 die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des OVG Rheinland-Pfalz vom August 2013 zurückgewiesen.

Ansprechpartner

Landesbetrieb Mobilität Worms
Schönauerstraße 5
67547 Worms

Projektingenieur:
Martin Strehler
Tel.: 06241/401-685
E-Mail: Martin.Strehler(at)lbm-Worms.rlp.de