Quelle: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz  ©

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B 47, Südumgehung Worms

Aktuelle Hinweise:

Im aktuellen Bauabschnitt (BA 2) der Südumgehung Worms wird der Verkehr seit dem 28. September 2019  über den neuen Abschnitt der Horchheimer Straße geführt.

Damit ist die seit Mitte 2018 unterbrochene Horchheimer Straße wieder durchgehend befahrbar.

B 47, Südumgehung Worms

Aktuelles

Übersichtsplan aktuelle Baumaßnahmen (PDF, 2,5 MB)

 

Aktuelle Bauarbeiten am zweiten Bauabschnitt "Horchheimer Straße" 

Seit Anfang Juni 2018 laufen die Arbeiten am zweiten Abschnitt der B47neu.

Der zweite Bauabschnitt zwischen Kolpingstraße und Weinsheimer Straße ist die bisher größte zusammenhängende Baumaßnahme im Gesamtprojekt „B47neu, Südumgehung Worms“. Er umfasst neben der Trasse der B47neu u. a. eine Brückenüberführung der Horchheimer Straße über die B47n, die neue Anschlussstelle „Horchheimer Straße“ mit zwei Kreisverkehrsplätzen, die Führung des "Mondscheinweges" über die bereits fertig gestellte Wirtschaftswegbrücke, den Neubau des Kreisverkehrsplatzes Weinsheimer Straße und eine Vielzahl weiterer begleitender Maßnahmen, wie z. B. Versickerungsbecken und landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen.

Der Hauptteil der Bautätigkeiten findet auf der ehemaligen Ackerfläche zwischen der Horchheimer Straße und der Weinsheimer Straße statt. Die Arbeiten am Abwasserkanal des Entsorgungs- und Baubetriebs der Stadt Worms (ebwo) wurden bereits im Oktober 2018 abgeschlossen. Auch die neue Wirtschaftswegüberführung „Mondscheinweg" ist inzwischen fertig und in Betrieb.

Seit Ende Juli 2019 ist die Horchheimer Straße in ihrem alten Verlauf endgültig gesperrt. Der Verkehr wurde vorübergehend über die Verbindungsspange und die Weinsheimer Straße geführt. Am 28. September wurde die neue Trasse der Horchheimer Straße dem Verkehr übergeben und ist nun endgültig in Betrieb.

Mit dem Neubau der B47, Südumgehung Worms wurde im Juli 2016 begonnen. Der erste Abschnitt im Bereich der Kolpingstraße sowie die Brücken „Mondscheinweg“, „Eisbachunterführung“, Bahnbrücke und neue Brücke „Klosterstraße“ sind bereits fertiggestellt. Auch die Umlegungen der großen Versorgungsleitungen von EWR und ebwo in der Horchheimer Straße sind abgeschlossen.

Mit den Straßenbauarbeiten für den zweiten Streckenabschnitt wird ein zentrales Kernstück der B47neu realisiert. Anfang des Jahres 2020 soll der rund 7,0 Millionen Euro teure zweite Bauabschnitt dem Verkehr übergeben werden. Die Verkehrsteilnehmer können nach der Freigabe durchgehend von der Autobahn bis zur neuen Anschlussstelle Horchheimer Straße durchfahren. Die gesamte Südumgehung Worms wird voraussichtlich 2023 unter Verkehr gehen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 36 Mio. Euro.

 

Daten und Fakten zum zweiten Bauabschnitt

- Länge des zweiten Bauabschnitts rd. 850 Meter
- Bau der Anschlussstelle Horchheimer Straße
- Bau von drei Kreisverkehrsplätzen
- Bau der Straßenüberführung Horchheimer Straße
- Kosten des zweiten Bauabschnitts rd. 7,0 Millionen Euro

 

Nächste Schritte:

Bis Anfang 2020:
Neubau der Anschlussstelle Horchheimer Straße.

Ab erste Jahreshälfte 2020:
Bau des dritten und letzten Abschnitts im Bereich der Klosterstraße.


Überblick Gesamtmaßnahme

Bisher:

Die Südfahrbahn zwischen der Anschlussstelle A 61-Worms und der Kolpingstraße ist bereits seit Mitte 2016 unter Verkehr. Seit August 2016 laufen die Bauarbeiten zum Neubau der Südumgehung Worms.

Sachstand:

Die Brücken der Südumgehung am "Mondscheinweg", am Eisbachradweg, über die Bahn und an der neuen Klosterstraße sind fertiggestellt. Bereits seit Juli 2016 laufen die Vorarbeiten für die Dammschüttung östlich der Bahnlinie. Hier werden nach und nach überschüssige Erdmassen aus den anderen Bauabschnitten eingebaut. Die Verbindungsspange zwischen Horchheimer- und Weinsheimer Straße, sowie die neue Horchheimer Straße sind unter Verkehr.

Bis Anfang 2020 werden die Hauptarbeiten an der neuen Anschlussstelle Horchheimer Straße abgeschlossen sein, so dass die Anschlussstelle unter Verkehr gehen kann. Die Restarbeiten an den Nebenbereichen werden sich noch bis in die erste Jahreshälfte 2020 hineinziehen.

Ausblick:

Nach Fertigstellung der Anschlussstelle Horchheimer Straße Anfang 2020 kann der Verkehr bereits von der A 61 bis zur Horchheimer Straße rollen.

Das Überführungsbauwerk über die Bahn und die neue Überführung Klosterstraße sind bereits fertig, so dass die Bauarbeiten im östlichen Bereich der Südumgehung planmäßig fortgesetzt werden können.

Weitere Informationen

An der Horchheimer Straße wurde an der Wirtschaftswegeinmündung gegenüber des Autohauses Heydasch einen Schaukasten aufgestellt. Hier können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informieren.

 

 

 

Beschreibung der Baumaßnahme

Mit dem Neubau der B 47 zwischen der Kolpingstraße (K 17) und der B 9 wird eine wichtige fehlende Verbindung für den regionalen und überregionalen Verkehr hergestellt - eine Entlastung für Wormser Bürgerinnen und Bürger sowie tausende Pendler gleichermaßen. Denn die B47 ist ein wichtiges Ost-West-Verbindungsglied zwischen den Autobahnen 61 und 63 auf rheinland-pfälzischer Seite und der A 67 und A 5 auf hessischer Seite.

Aktuell verläuft die Straße mitten durch die Wormser Innenstadt, gesäumt von Wohnungen und Firmen. Die zahlreichen kleinen Kreuzungen und Einmündungen führen in den Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu Staus. Denn dann treffen der innerstädtische und der überregionale Verkehr auf diesem Engpass zusammen. Rund 11 Prozent des Verkehrs auf der B 47 sind rein überregionaler Durchgangsverkehr. Dieser wird zukünftig um den Innenstadtbereich herumfließen.

Die neue Verbindung wird außerdem Teil des "äußeren Rings" der Stadt und übernimmt damit zusätzlich eine wichtige Sammel- und Verteilfunktion für den Stadtverkehr. Die Prognosen zeigen, dass z. B. die besonders belasteten Achsen "Kolpingstraße, Klosterstraße und Horchheimer Straße" durch den Neubau stark entlastet werden.

Die neue B 47 wird zwei Fahrbahnen je Richtung haben und außerdem ohne Ampeln und Kreisel bis zur Wormser Rheinbrücke führen. Kreuzende Straßen, Eisenbahn und Gewässer werden mit Brücken über oder unter die neue Straße verlegt. Die bisherige B 47 wird nach Abschluss der Bauarbeiten zu einer Stadtstraße abgestuft.

Streckenverlauf

Die Neubautrasse beginnt unmittelbar an der Anschlussstelle Kolpingstraße B 47/K 17, kreuzt die Horchheimer Straße (L 395), die Weinsheimer Straße (L 456), die Bahnlinie Worms-Ludwigshafen und die Klosterstraße. Sie schließt im Bereich des Mittelochsenplatzes unmittelbar vor der Anschlussstelle B 9/L 523 an die L 523 an.

Der Neubau findet ausschließlich in der Gemarkung Worms statt. Der Flächenbedarf liegt bei rund 354.000 Quadratmetern.

Die Länge der Baustrecke beträgt rund 2,35 Kilometer. Es müssen circa 900 Meter klassifizierte Straßen sowie rund 300 Meter städtische Straßen verlegt bzw. umgebaut werden.

Weitere Daten:

  • Querschnitt: Vier Spuren mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen (Gesamtbreite 21,5 m)
  • Anschlüsse:
    - Kolpingstraße (K 17)
    - Horcheimer Straße/Weinsheimer Straße (L 395/L 456)
    - Klosterstraße (L 523)
  • Bauwerke:
    Acht Bauwerke, teils als Über- und Unterführung, sowie 1.000 Meter Lärmschutzwände
Baukosten

rd. 36 Mio. Euro

davon
rd. 6,5 Mio. Euro für Grunderwerb
rd. 9,5 Mio. Euro für Brückenbauwerke
rd. 20 Mio. Euro für Straßenbau

Bauzeit

Baubeginn: Ende Juli 2016

Bauzeit: zirka sieben Jahre

Planungshistorie

Die B 47 neu ist derzeit von der Einmündung B 47/B 271 bei Monsheim durchgehend bis zur Anschlussstelle Kolpingstraße (B 47/K17) mit einem einbahnigen Querschnitt ausgebaut. Von der Anschlussstelle Worms (A 61) bis zur Anschlussstelle Kolpingstraße besteht seit Juli 1973 eine rechtskräftige Planung für einen vierspurigen Ausbau. Bisher wurde jedoch nur ein Fahrstreifen gebaut. Die Erweiterung um den zweiten Fahrstreifen erfolgt im Zusammenhang mit dem Bau der Südumgehung.

Für die Weiterführung der B 47 wurde 1977 ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Die damalige Planung sah vor, die B 47 über eine neue Rheinbrücke ca. 1,3 km südlich der vorhandenen Rheinbrücke nach Hessen weiterzuführen. Aufgrund von massiven Einsprüchen zu naturschutzfachlichen Aspekten kam das Verfahren zum Erliegen. Der damals neu erstellte Generalverkehrsplan der Stadt Worms kam zum Ergebnis, dass statt eines südlich oder nördlich gelegenen Neubaus die bestehende Rheinbrücke erweitert werden sollte. Daraufhin wurde eine zweite zweispurige Rheinbrücke unmittelbar neben der bestehenden Strombrücke geplant. 1987 wurde das erforderliche Planfeststellungsverfahren für den Brückenneubau eingeleitet und 1992 erfolgreich zum Abschluss gebracht. 2008 wurde die neue Rheinbrücke fertig gestellt. Aufgrund dieser Entwicklung war es erforderlich, für die Südumgehung ebenfalls ein neues Planungskonzept zu entwickeln, welches im Endergebnis die Führung der neuen B 47 von der AS Kolpingstraße bis zur L 523 am Mittelochsenplatz und im weiteren Verlauf zur neuen vierspurigen Rheinquerung vorsieht.

Die topografischen Gegebenheiten sowie die planerischen und städtebaulichen Zwangspunkte bilden den Rahmen für den engen Planungskorridor mit wenig Raum für alternative Linienführungen. Im Verlauf der vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens durchgeführten Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) wurden mehrere Höhenverläufe (Gradienten) für die Südumgehung untersucht. Überführungen und Unterführungen der kreuzenden Verkehrswege Horchheimer Straße, Weinsheimer Straße, Bahnstrecke und Klosterstraße wurden einander gegenübergestellt und bewertet.

Nach Optimierungen und Abwägungen - insbesondere aus der Sicht von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit - wurde die Überführung der B 47 neu über die Bahnstrecke als Grundlage der weiteren Planung gewählt. Ansonsten wird die neue Trasse auf Höhe des vorhandenen Geländes geführt. Die kreuzende Horchheimer Straße und die Klosterstraße werden überführt.

Die Gestaltung der Knotenpunkte bzw. Anschlussstellen ist ebenfalls ein Ergebnis von mehreren Optimierungen und Untersuchungen, wobei die Kriterien Platzbedarf, Umweltauswirkungen, Verkehrsabwicklung/-sicherheit und Leistungsfähigkeit den Ausschlag für die planfestgestellte Form gaben.

Der Planfeststellungsbeschluss für die B 47 Südumgehung Worms zwischen der Kolpingstraße und der B 9 hat im März 2014 Rechtskraft erlangt. Im August 2013 wurde eine noch anhängige Klage vom OVG abgewiesen. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 6. März 2014 die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des OVG Rheinland-Pfalz vom August 2013 zurückgewiesen.

Ansprechpartner

Landesbetrieb Mobilität Worms
Schönauerstraße 5
67547 Worms

Projektingenieur:
Martin Strehler
Tel.: 06241/401-685
E-Mail: Martin.Strehler(at)lbm-Worms.rlp.de