B 42 – Radwegebau zwischen Lahnstein und der Landesgrenze zu Hessen
Übersichtskarte B 42-Rheinradweg in Abschnitten

Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität Diez (LBM), plant entlang der Bundesstraße 42 den Lückenschluss der rechtsrheinischen Radwegeverbindungen zwischen Lahnstein und der hessischen Landesgrenze. 

Grundlage für die die Planungen ist der im November 2017 vom Landesministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz genehmigte und somit rechtsverbindliche regionale Raumordnungsplan Mittelrhein-Westerwald. 

Die Radwege im Rheintal werden hierin als „Herzstück der europäischen Radwanderwege“ festgestellt und sind daher „vorrangig zu verwirklichen“. Der Ausbau der Radwegeverbindung sei „zeitnah fertigzustellen und umzusetzen“ (Maßnahme Z190).

Auf einer Gesamtlänge von 37 Kilometern werden 16 Abschnitte umgesetzt. Acht Abschnitte (25 Kilometer) sind bereits abgeschlossen. Weitere acht Abschnitte (12 Kilometer) sind aktuell in Planung.  Die acht Abschnitte werden in sieben Projekten zusammengefasst. 

Randbedingungen zur Bauausführung

Im Jahr 2029 wird die Bundesgartenschau im Unesco-Welterbegebiet „Oberes Mittelrheintal“ stattfinden. 

Es ist vorgesehen, dass die in Planung befindlichen Abschnitte Ortsdurchfahrt Osterspai, Ortsdurchfahrt Kestert und Loreley bis Roßsteinkurve bis dahin umgesetzt werden, um eine positive Ausstrahlungswirkung für die Gemeinden und den touristischen Verkehr zu ermöglichen. Die Planungen der übrigen Abschnitte werden ebenfalls mit Hochdruck vorangetrieben. 

Das rechtsrheinische Mittelrheintal mit der B 42 ist von engen baulichen und geologischen Verhältnissen geprägt. Der Rhein und die ortsseitigen Felshänge sorgen in Kombination mit den engbebauten Ortschaften dafür, dass der Bauablauf sehr aufwändig und detalliert geplant werden muss.

Neben der Bundesgartenschau führt die Deutsche Bahn derzeit umfassende Sanierungsarbeiten an ihren Anlagen durch. Die sogenannte Generalsanierung im Mittelrheintal findet in der zweiten Jahreshälfte 2026 statt. Saniert werden alle Gleisanlagen, Bahnübergänge, Bahnhöhe, uvm. In dieser Zeit ist die rechtsrheinische Bahnstrecke voll gesperrt. Es ist ein Schienenersatzverkehr für die B 42 vorgesehen. Aus diesem Grund ist es dem Landesbetrieb Mobilität in dieser Zeit nicht möglich, Vollsperrungen auf der Bundesstraße auszuweisen. Es kommt daher zu einem erhöhten Aufwand an organisatiorischen Aufgaben in Bezug auf die Erstellung der Verkehrskonzepte und der Bauabläufe.
 

Daten und Fakten

16 Maßnahmen
Gesamtlänge 37 km

Bereits abgeschlossen
8 Maßnahmen auf 25 km

In Planung
8 Maßnahmen auf 12 km