Wiederaufbau Straßen und Bauwerke
Aktuelle Informationen über den Stand des Wiederaufbaus von Straßen und Bauwerken finden Sie in Kürze hier.
Wiederaufbau Ahr-Radweg
Auch der Wiederaufbau des Ahr-Radweges zeigt Fortschritte, s. Karte Projektstatus; Stand: 21. November 2023
Kartendarstellung zum Projektstatus "Ahr-Radweg"
Kartendarstellung zur Befahrbarkeit des "Ahr-Radwegs"
Weitere Informationen finden Sie hier.
Pressemitteilungen zum Wiederaufbau Ahrtal
Anlässlich eines gemeinsamen Koordinierungstreffens von LBM, DB, Kommunen und Tourismusorganisationen im Ahrtal haben sich die Akteure zum Wiederaufbau des Ahr-Radwegs sowie radtouristischen Themen ausgetauscht. Das Fazit: Große Teile des Ahrradwegs sind wieder befahrbar. Für den Radtourismus konnten im Sommer 2023 attraktive Streckenabschnitte angeboten werden.
„In den vergangenen Wochen und Monaten wurde seitens des LBM im Bereich des Ahr-Radweges viel erreicht. Große Teile des Ahr-Radweges sind wieder befahrbar, so dass dem Radtourismus im Sommer 2023 attraktive Streckenabschnitte angeboten werden konnten“, informierte Stefan Schmitt, Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal, anlässlich eines zweiten Koordinationstreffens mit den Kommunen, der Deutschen Bahn und den Tourismusorganisationen zum Wiederaufbau des Ahr-Radweges.
Die Kommunen an der Oberahr bestätigten den Eindruck eines positiven Jahres. Der Ahr-Radweg zwischen Blankenheim und Kreuzberg war dank der fertiggestellten Infrastrukturtrasse und ausgewiesenen Ersatzrouten diesen Sommer wieder komplett befahrbar. Die „Tour de Ahrtal“ im Juli stellte sich laut der Tourist-Information Hocheifel-Nürburgring als großer Erfolg heraus.
Herausfordernd bleibt der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs im schwer zerstörten Bereich an der Mittelahr. Trotz intensiver Bemühungen des LBM-Projektbüros, der Gemeinde Grafschaft und der Verbandsgemeinde Altenahr, wird es nicht möglich sein, die 17 km lange beschilderte Ersatzroute „über die Höhe“ zu realisieren. Nachdem die Umsetzung einer Ersatzroute mehrheitlich vom LBM, den Kommunen und den Tourismusorganisationen im Ahrtal befürwortet wurde, konnten nicht alle notwendigen Nutzungsgestattungen für Privatwege erlangt werden. Nicht alle privaten Besitzer waren bereit, ihre Flächen für den Bau des Ersatz-Radweges zur Verfügung zu stellen. „Das müssen wir akzeptieren. Wir bedauern sehr, dass es somit keine Alternativ-Route über die Höhe zum zerstörten Radweg im Tal geben kann“, sagte Stefan Schmitt, Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal.
Der Wiederaufbau des schwer zerstörten Abschnitts an der Mittelahr wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Ausweichen des Radverkehrs auf die Bundesstraße wird vom LBM aufgrund des zu erwartenden Baustellenverkehrs für Bahn und Straße als sehr gefährlich eingestuft.
Die Akteure tauschten sich zudem über zukünftige Entwicklungen beim Radverkehr und Radtourismus aus.
Wenn auch die Stadtwerke Bonn-Regional für die Verlegung neuer Ver- und Entsorgungsleitungen den Ahrradweg zwischen Ahrbrück und Pützfeld nochmals von Anfang 2024 bis Frühjahr 2025 sperren müssen, so werden doch die Planungen für den Wiederaufbau des noch zerstörten Ahr-Radweges an der Mittelahr konkreter.
Die Kreisverwaltung Ahrweiler als Aufgabenträger des ÖPNV berichtete über erste Erfahrungen zum Angebot eines Radbusses an Wochenenden im schwer zerstörten Abschnitt zwischen Ahrbrück und Ahrweiler. Das Angebot fand durchaus positiven Anklang, so das Fazit seitens der Kreisverwaltung. Basierend auf der endgültigen Auswertung und der Verkehrssituation im Tal werde entschieden, ob der Radbus im kommenden Jahr wieder als Alternative angeboten werde.
Zeitgleich wird die gemeinsame Planung mit der Deutschen Bahn vorangetrieben. So werden die Bahn- und Radbrücken auf gemeinsamen Pfeilern stehen und so der Ahr mehr Raum geben. Auch die Planungen für weitere Abschnitte entlang des Bahndamms gemeinsam mit der Deutschen Bahn sollen nun vereinbart werden.
„Der Ahr-Radweg muss an der Mittelahr zeitgleich zur Ahrtalbahn aufgebaut werden. Ist die Ahrtalbahn elektrifiziert und in Betrieb, ist ein nachträglicher Bau aus Sicherheitsgründen nur noch schwer möglich“, sind sich Christian Sauer von der DB Netz AG und Stefan Schmitt vom LBM einig.
Mit einer engen Koordination wollen LBM und Deutsche Bahn daher sicherstellen, dass der Wiederaufbau aller Verkehrswege auch unter schwierigen Randbedingungen bestmöglich gelingen kann.
Die Fakten zum Ahr-Radweg in Kürze:
- Der Ahr-Radweg ist zwischen Remagen und Walporzheim dank einer provisorischen und beschilderten Route wieder befahrbar. Die Stadt Sinzig beginnt diesen Herbst noch mit der provisorischen Wiederherstellung der Uferwege.
- LBM und Deutsche Bahn arbeiten intensiv an den Planungen für den Wiederaufbau im schwer zerstörten Bereich zwischen Walporzheim und Altenahr. Ziel ist es, dass ein Großteil des Abschnittes 2026 wieder befahrbar sein wird.
- Zwischen Pützfeld und Ahrbrück wird der Radweg von Anfang 2024 bis voraussichtlich Frühjahr 2025 aufgrund von umfangreichen Baumaßnahmen der Stadtwerke Bonn Regional zur Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen unterbrochen, bevor er dann final wiederhergestellt werden kann.
- Es muss weiterhin mit kurzfristigen baubedingten Sperrungen und Umleitungen auf der gesamten Strecke gerechnet werden.
- Aktuelle Informationen über die Befahrbarkeit und Sperrungen können weiterhin auf der Projektseite des LBM und den Tourismusorganisationen abgerufen werden.
Die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsministerin hat sich bei einem Vor-Ort-Termin kurz vor den rheinland-pfälzischen Herbstferien im Ahrtal zum Tourismus und zum Ausbau des Ahr-Radwegs informiert. Sie nutzte den Besuch, um Werbung für Urlaub und Besuche im Ahrtal zu machen. Gäste seien immer noch die beste Wirtschaftsförderung, so die Ministerin.
„Das Ahrtal ist gerade im Herbst wunderschön. Ich kann nur alle motivieren, dem Ahrtal bei einem Spaziergang durch die Weinberge oder bei einer Fahrt auf den wiederhergestellten Ahr-Radweg-Abschnitten einen Besuch abzustatten und bei einem der Winzer, Restaurants oder übrigen Gastbetriebe einzukehren“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und motivierte zum Besuch im Ahrtal. Zahlreiche Gastbetriebe hätten wieder geöffnet und freuten sich über Besuch.
„Wir werden das Ahrtal weiterhin eng begleiten und alles dafür tun, dass es wieder eine schöne Heimat und eine attraktive Tourismusdestination wird. Das ist die Region schon heute: Bei goldenem Herbstwetter der vergangenen Tage zeigt sich das Ahrtal ganz im Sinne unserer Marke Rheinland-Pfalz Gold von seiner schönsten Seite. Aber auch bei trüber Wetterlage wie heute laden Weinstube, die Jugendherberge sowie weitere Gastbetriebe zum gemütlichen Beisammensein ein. Zudem finden wieder Veranstaltungen statt. All das sind wunderbare Fortschritte, die wir auch im Rahmen des Tourismuskonzepts gemeinsam gegangen sind. Und genau so machen wir weiter!“ betonte Schmitt.
Rund eine Million Euro wurden dem Ahrtal Tourismus e.V. seitens des Landes bewilligt, um gemeinsam mit allen Partnern einen nachhaltigen Tourismus in der Region umzusetzen. Daran wird intensiv gearbeitet.
„Der Tourismus ist und bleibt einer der größten wirtschaftlichen Motoren im Ahrtal. Der Zuspruch der Gäste belegt, dass wir trotz aller Widrigkeiten durch die Folgen der Flut mit unseren Kernthemen Wein, Kulinarik und Wandern genau ins Schwarze treffen – und das vor allem durch eine hohe Qualität und herzliche Gastfreundschaft. Auch der Urlaub mit dem Rad ist bei uns schon wieder möglich, durchaus auch als Ausgangspunkt für tolle Routen abseits des natürlich noch in Wiederherstellung befindlichen Ahrtal-Radwegs. Unsere Mitarbeitenden in den Touristinformationen stehen unseren Gästen hier mit Rat und Tat zur Verfügung, aktuellste Informationen finden sich unter ahrtal.de.“
Der Ahr-Radweg ist zu großen Teilen wieder befahrbar und lädt bei goldenem Herbstwetter zu Ausflügen ein. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite.
Weitere touristische Informationen unter www.ahrtal.de
Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt wies anlässlich des Spatenstichs zum Bau der neuen Bahnstrecke zwischen Ahrbrück und Walporzheim sowie damit verbunden des Ahr-Radwegs auf die gute Kooperation zwischen Deutscher Bahn, Bundes- und Landesverkehrsministerium sowie des Landesbetriebs Mobilität und der Kommunen hin. Die Partner hatten sich bereits Anfang des Jahres auf den gemeinsamen Wiederaufbau von Bahnbrücken samt mitgeführtem Ahrradweg verständigt.
„Wir arbeiten beim Wiederaufbau Hand in Hand. Langfristig soll der Ahrradweg im stark zerstörten Abschnitt an der Mittelahr gemeinsam mit der Deutschen Bahn wiederaufgebaut werden. Durch die gute Kooperation von Deutscher Bahn, Bundes- und Landesverkehrsministerium, Landesbetrieb Mobilität und Kommunen wurden die Weichen dafür früh gestellt“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt anlässlich ihrer Teilnahme am Spatenstich im Ahrtal. „Ich freue mich, dass wir somit heute auch den Startschuss für den langfristigen Wiederaufbau des Radweges zwischen Altenahr und Walporzheim setzen können“, so die Ministerin.
Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz hatte bereits Anfang 2023 mit der Bahn vereinbart, mehrere gemeinsame Bahn- und Radwegebrücken in enger Kooperation gemeinsam wiederaufzubauen. Der gemeinsame Bau schöpft technische und ökonomische Synergien aus und erlaubt einen verbesserten Hochwasserschutz.
„Ebenso erfreulich ist die Übernahme der Baulastträgerschaft von großen Teilen des gesamten Ahr-Radwegs durch das Bundesverkehrsministerium. Somit übernimmt der Bund mehr als 50 Prozent der Kosten für den Wiederaufbau des Ahr-Radwegs“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt und dankte dem Bund für die Unterstützung.
Erste Kostenschätzungen für den Wiederaufbau des Ahr-Radweges liegen bei rund 34 Millionen Euro, von denen der Bund rund 22,4 Millionen Euro für den Abschnitt zwischen Walporzheim und Altenahr (Mittelahr) übernehmen wird. Die übrige Wiederherstellung des Radwegs wird über den Wiederaufbaufonds finanziert.
Hintergrund:
Der Ahrradweg ist derzeit von Blankenheim bis Altenahr und von Walporzheim bis Sinzig befahrbar auf wiederhergestellten Abschnitten oder Ersatzrouten. Für den Abschnitt Altenahr bis Walporzheim, der aufgrund der enormen Zerstörung im Tal nicht so schnell wiedererrichtet werden kann, wird für den Übergang die Realisierung einer Höhenroute geprüft. Langfristig soll der Ahrradweg in diesem Abschnitt gemeinsam mit der Deutschen Bahn wiederaufgebaut werden. Hierfür wurden die oben genannten Kooperationen auf den Weg gebracht.
Aktueller Stand Ahr-Radweg: https://lbm.rlp.de/fileadmin/LBM/Bilder/Wiederaufbau_Ahrtal/230615_Befahrbarkeit_Ahr-Radweg_600dpi.jpg
Paukenschlag aus Berlin: Der Bund übernimmt für 18,8 besonders kostenträchtige Kilometer des Ahr-Radwegs die Baulastträgerschaft und unterstützt damit maßgeblich den Wiederaufbau. Dies haben Bundesverkehrsminister Volker Wissing und Landesverkehrsministerin Daniela Schmitt bekannt gegeben.
„Die Bundesregierung finanziert ab sofort maßgeblich den Wiederaufbau des Ahr-Radwegs. Mit einer Summe von rund 18 Millionen Euro unterstützen wir die notwendige und vor allem nachhaltige Weiterentwicklung des Ahrtals. Für uns ist grundlegend, beim Wiederaufbau auch die Zukunft mitzudenken. Für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für Touristinnen und Touristen ist der Ahr-Radweg zentraler Bestandteil der Infrastruktur in der Region“, sagte Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing.
„Der Ahr-Radweg ist ein wichtiges, verbindendes Element zwischen den Kommunen. Er ist eine touristische Landmarke und hat hohe Symbolkraft. Ich freue mich sehr, dass der Bund für diesen überregional bedeutenden Radweg entlang der Ahr einen Teil der Baulast und den Großteil der Wiederaufbaukosten übernimmt. Der wiederhergestellte Flussradweg wird breiter, komfortabler und verkehrssicherer“, sagte Landesverkehrsministerin Daniela Schmitt.
Künftig übernimmt der Bund die Baulastträgerschaft für 18,8 Kilometer des Ahr-Radwegs, was gleichbedeutend ist mit über 50 Prozent der Wiederaufbaukosten. Die derzeitige Kostenschätzung für den Wiederaufbau liegt bei insgesamt rund 35 Millionen Euro.
Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und der hohen Bedeutung des Ahr-Radweges – sowohl für Schüler und Pendler als auch im Freizeitradverkehr - hat der Bund zudem zugestimmt, den Radweg mit einer zukunftsweisenden Breite von 3 Meter statt dem Regelmaß von 2,50 Meter auszustatten.
Die Übernahme der Baulastträgerschaft durch den Bund war rechtlich an Stellen möglich, wo der Radweg künftig eine deutliche Entflechtung zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern ermöglicht.
Weitere 32 Kilometer des Ahr-Radwegs verbleiben in der Baulastträgerschaft der Kommunen. Ihre Wiederherstellung wird über den Wiederaufbaufonds finanziert.
Die bisherige Aufteilung der Baulastträgerschaft des Ahr-Radweges war zerstückelt und nicht durchgängig konsistent bewertet. In der Baulast des Bundes befanden sich lediglich rund 2,7 Kilometer des Radweges, die restlichen 56,4 Kilometer lagen bei den Kommunen. Angesichts der Schadenslage, der aktuellen Rechtslage und der personellen Situation in den Kommunen hat der Bund sich bereit erklärt, die Baulastträgerschaft neu zu bewerten. Der Bund übernimmt die Baulastträgerschaft von Teilstücken, da rechtlich eine Entflechtung der Verkehrsträger vorhanden sein muss. Dazu gehören beispielsweise der besonders zerstörte und topographisch schwierige Abschnitt von Altenahr bis Rech sowie von Dernau nach Walporzheim.
Neu in der Radverkehrsentwicklung ist auch die konsequent von Beginn an baulastträgerübergreifende Vorgehensweise. Hier ist man an der Ahr konstruktiv vorgegangen! Für den Radverkehr im Ahrtal wurde unter Federführung des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz (hier: LBM-Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal) ein ganzheitliches Radwegekonzept erstellt. Dabei wurde für die Durchgängigkeit des gesamten Ahr-Radweges, auch zur Unterstützung der Kommunen, ein baulastträgerübergreifendes Konzept erarbeitet.
Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt hat sich über den Prototypen eines innovativen Brückengeländers an der Ahrbrücke in Altenahr und den Wiederaufbau des Ahr-Radweg informiert. Die Verkehrs- und Radinfrastruktur wurde durch die Flut im Juli 2021 schwer beschädigt und teilweise komplett zerstört.
„Der gemeinsame Wiederaufbau des Ahrtals ist weiterhin eine zentrale Aufgabe der Landesregierung“, sagte Ministerin Schmitt bei der Besichtigung des neuen Brückengeländers. „Mir ist es persönlich sehr wichtig, dass wir im Ahrtal von einem traditionserhaltenden, zukunftsweisenden und hochwassersicheren Wiederaufbau sprechen. Innovative Ideen wie das klappbare Brückengeländer sind Musterbeispiele für diese Entwicklung.“
Die Ahrbrücke Altenahr wurde durch die Flut komplett überströmt, wobei sich angeschwemmtes Treibgut auch an den Brückengeländern ansammelte (Verklausung) und im Brückenumfeld größere Schäden angerichtet hatte. Bei der Erstellung des Gestaltungshandbuches „Brücken im Ahrtal“ wurde deshalb auch Augenmerk auf strömungsgünstige und wenig für Verklausung anfällige Geländer gelegt. Dabei soll nun ein Prototyp eines neuen funktionalen Bauwerksgeländes an der Ahrbrücke zum Einsatz kommen.
„Die Idee der abklappbaren Geländer aus dem Gestaltungshandbuch ,Brücken im Ahrtal‘ hat das Projektbüro konsequent weiterverfolgt. Das hat sich gelohnt. Wir können das Hochwasser-Geländer nun in die Praxis umsetzen. Es wäre gut, wenn wir diese Geländer künftig an möglichst vielen Bauwerken im Ahrtal sehen“, sagte Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal des LBM. Die Ahrbrücke soll ab August 2023 saniert und als Pilotprojekt mit dem neu entwickelten Geländer ausgestattet werden.
„Der gute und intensive Austausch zwischen den Kommunen, dem Land und den Projektträgern zeigt, wie wir gemeinsam den Wiederaufbau zukunftssicher, nachhaltig und innovativ vorantreiben“, so Schmitt. „Die freigegebenen Teilabschnitte des Ahrtal-Radweges sind weitere gute Nachrichten für die Bürgerinnen und Bürger sowie für den Tourismus in der Region.“
Bereits im Mai dieses Jahres wurden viele Strecken des Ahr-Radwegs freigegeben. Der komplette Wiederaufbau wird in den besonders zerstörten Abschnitten noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dafür werden stellenweise Alternativrouten als Übergangslösung geplant und errichtet.
Link zum Wiederaufbau-Plan für den Ahr-Radweg: https://lbm.rlp.de/de/wiederaufbau-ahrtal/
Hintergrund
Der rund 65 Kilometer lange rheinland-pfälzischen Teil des Radweges mit seinen mehr als 40 betroffenen Bauwerken wurde zu fast 60 Prozent beschädigt oder komplett zerstört. Rund 56 Kilometer liegen in der Baulastträgerschaft der Kommunen. Zur Unterstützung der Kommunen im Ahrtal hat der LBM die zentrale Koordination der Planungen übernommen.
Der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs durch Land und Kommunen schreitet erneut voran. Das hat Verkehrs- und Tourismusministerin Daniela Schmitt mitgeteilt: Nachdem bereits seit Anfang April viele Strecken wieder befahrbar waren, ist es dem LBM-Projektbüro gelungen, für das anstehende Pfingstwochenende weitere Strecken für den Verkehr freizugeben. Ministerin Schmitt dankte dem LBM-Projektbüro Wiederaufbau, dem Kreis, den Tourismusorganisationen sowie den Kommunen mit ihrem Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr, insbesondere den Stadtwerken Bonn (SWB), für die tatkräftige Unterstützung und das Vorankommen beim Wiederaufbau des Ahr-Radwegs.
„Dass wir pünktlich zum Pfingstwochenende weitere Teilabschnitte des Ahrtal-Radweges freigeben können, ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger sowie für den Tourismus im Tal“, sagte Verkehrs- und Tourismusministerin Daniela Schmitt. Ab sofort wieder befahrbar sind die Strecken Insul – Dümpelfeld, Dümpelfeld – Liers sowie Ahrbrück – Pützfeld. Bis zur Tour de Ahrtal am 18. Juni werden außerdem die Strecken Schuld – Dümpelfeld und Pützfeld – Kreuzberg freigegeben werden. Der komplette Wiederaufbau des Ahr-Radwegs wird in den besonders zerstörten Abschnitten noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dafür werden stellenweise Alternativrouten als Übergangslösung geplant und errichtet.
Der aktualisierte Stand zum Wiederaufbau des Ahr-Radwegs in Kürze:
- Der Ahr-Radweg zwischen Blankenheim und Fuchshofen ist weitgehend wiederhergestellt, beschildert und somit durchgängig befahrbar. In Antweiler verläuft er bis zur Wiederherstellung eines zerstörten Teilstücks ersatzweise noch durch die Ortslage.
- Zwischen Fuchshofen und Schuld wird der Radweg wie bislang auf der Landesstraße mitgeführt. Hier wird die schon vor der Flut begonnene Planung zum Bau eines abseits der Straße geführten Radweges vom LBM fortgeführt.
- Der Abschnitt von Schuld bis Dümpelfeld ist unter Einschränkungen befahrbar. Der Radweg besteht aus einem Schotterweg, es gibt keine Beschilderung. Dieser Abschnitt wird voraussichtlich zur Tour de Ahrtal am 18. Juni fertiggestellt.
- Von Dümpelfeld bis Ahrbrück ist der Radweg ab Pfingsten 2023 wieder durchgängig befahrbar.
- Zwischen Ahrbrück und Pützfeld ist der Radweg befahrbar, muss jedoch im November noch einmal für Bauarbeiten gesperrt werden. Der Abschnitt zwischen Pützfeld und Kreuzberg ist durchgängig befahrbar.
- Die Strecke Kreuzberg - Altenahr ist befahrbar.
- Die bestehende Radbuslinie 844 Altenahr-Rheinbach wurde bis Ahrbrück verlängert, so dass für diesen Abschnitt auch bereits ein alternatives Angebot besteht. Diese Buslinie ist mit Fahrradanhänger ausgestattet, so dass eine begrenzte Anzahl von Fahrrädern mitgenommen werden kann.
- Die größte Herausforderung bleibt der Wiederaufbau im Bereich der Mittelahr zwischen Altenahr und Walporzheim. Dieser massiv zerstörte Teilabschnitt wird aufgrund der intensiven Bauarbeiten im Tal für den Radverkehr in den nächsten Jahren nicht geeignet sein. Deshalb wird zur Überbrückung eine weiträumige Umfahrung über eine „Höhenroute“ geplant (Verlauf über Kalenborn und Ringen mit Zuwegungen nach Mayschoß und Marienthal). Ziel ist, bis 2024 diese Höhenroute einzurichten. Ein Ausweichen auf die Bundesstraße 267 wird aufgrund der hohen Verkehrsbelastung für Radfahrer nicht empfohlen. Es ist nicht möglich, Fahrräder im Schienenersatzverkehr im Tal mitzunehmen. Parallel arbeitet das LBM-Projektbüro in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn intensiv am Wiederaufbau des Radweges in der Tallage. So sollen die Bahn- und Radwegebauwerke gemeinsam neu errichtet werden.
- Von Walporzheim bis Sinzig ist der Ahrradweg durchgängig beschildert und befahrbar. In Teilstücken verläuft er dabei auf Provisorien und Ersatzrouten. Die endgültige Wiederherstellung wird parallel weiterverfolgt, jedoch noch längere Zeit beanspruchen.
Link zum Wiederaufbau-Plan für den Ahr-Radweg: https://lbm.rlp.de/de/wiederaufbau-ahrtal/
Hintergrund
Der rund 65 Kilometer lange rheinland-pfälzischen Teil des Radweges mit seinen mehr als 40 betroffenen Bauwerken wurde zu fast 60 Prozent beschädigt oder komplett zerstört. Rund 56 Kilometer liegen in der Baulastträgerschaft der Kommunen. Zur Unterstützung der Kommunen im Ahrtal hat der LBM die zentrale Koordination der Planungen übernommen.
Zur Pressemeldung von Verkehrsministerin Schmitt vom 26. Mai 2023
© LBM / Kai Müller
Die Landesstraße 76 zwischen Kreuzberg und dem Ortsteil Binzenbach der Ortsgemeinde Kirchsahr im Landkreis Ahrweiler wurde von Verkehrsministerin Daniela Schmitt für den Verkehr freigegeben. Schmitt dankte dem Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal, Stefan Schmitt, für den Einsatz seines Teams und betonte die Bedeutung eines einfachen Vergaberechts für den Infrastrukturwiederaufbau.
„Die Erreichbarkeit der Ortschaften hatte und hat höchste Priorität für mich als Verkehrs- und Wirtschaftsministerin. Die Flutkatastrophe hat uns gezeigt, welch außerordentliche Bedeutung funktionierende Straßen in unserer Gesellschaft übernehmen. Sie verbinden Wirtschaftsstandorte und Menschen. Wir brauchen moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrswege“, sagte Schmitt. In der Flutnacht wurden die L 76 sowie die L 77 – als Anbindungen des Ahrtals in Richtung Nordrhein-Westfalen teilweise vollständig zerstört.
Mit der Verkehrsfreigabe des weiterführenden Abschnitts der L 76 konnte der Lückenschluss zur rheinland-pfälzischen B 257 wiederhergestellt werden. Der rund 6,5 Kilometer lange Wiederaufbauabschnitt der L 76 mit allen Ver- und Entsorgungsleitungen und der rund 800 Meter langen Ortsdurchfahrten in Binzenbach und Kreuzberg konnte in einem Jahr und zwei Monaten fertiggestellt werden.
„Wir haben hochqualifizierte Ingenieure, die mit viel Engagement an den Wiederaufbau herangehen. Wir sehen, wozu sie in der Lage sind, wenn wir ihnen die richtigen rechtlichen Rahmenbedingungen bieten“, sagte Schmitt, die im Nachgang der verheerenden Katastrophe das Vergaberecht deutlich erleichtert hatte. So konnte bereits im September 2022 auch die wiederaufgebaute L 77 freigegeben werden.
Durch die vielen verschiedenen Baumaßnahmen im Sahrbachtal, die in Folge der Flut durchgeführt werden mussten, war der Wiederaufbau der L 76 besonders anspruchsvoll. Die Fahrbahn, die Gehwege, Stützbauwerke und Böschungen wurden im Streckenabschnitt größtenteils zerstört. Unmittelbar nach der Flut wurde mit dem Wiederaufbau der Infrastruktur begonnen, um die Erreichbarkeit der Gemeinden zu gewährleisten. Alle Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit den ebenfalls betroffenen Versorgungsträgern.
Die Kosten für die Erneuerung der rund 6,5 Kilometer langen Strecke betragen insgesamt rund 6 Millionen Euro und werden durch den Aufbaufonds getragen.
Zur Pressemeldung von Verkehrsministerin Schmitt vom 25. Mai 2023
Der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat sich in Heimersheim über den Stand des Wiederaufbaus der Bundesstraße 266 informiert. Becht tauschte sich dabei mit dem Leiter des LBM-Projektbüros für das Ahrtal, Stefan Schmitt, insbesondere über die aktuell laufende Machbarkeitsüberprüfung aus.
„Uns ist es wichtig, eine Lösung zu finden, die einen zuverlässigen Verkehrsfluss ermöglicht und gleichzeitig der Ahr den nötigen Retentionsraum bietet, um die richtigen Lehren aus der verheerenden Flutkatastrophe zu ziehen“, betonte Becht. „Eine ergebnisoffene Prüfung durch Experten innerhalb einer Machbarkeitsstudie ist das richtige Instrument, um eine passgenaue Lösung zu finden, die Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit und Hochwasserschutz vereinbart.“ Dabei sei es wichtig, auch die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und sie eng einzubinden. „Um das zu sichern, die vielfältigen Ideen und Anregungen vor Ort zu bündeln und zielgerichtet behandeln zu können, wird es einen Runden Tisch geben, den das Projektbüro koordiniert“, sagte Becht.
Für die Machbarkeitsstudie werden derzeit Daten aus einer hydrologischen Abflussmodellierung gesammelt. Gemeinsam mit der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler sollen im Zuge der hydraulischen Untersuchungen der Ahr im städtischen Bereich auch Möglichkeiten der Optimierung untersucht werden. Eine Beauftragung ist durch die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler bereits erfolgt. Um frühestmöglich Tendenzen für weiter zu betrachtende Lösungen und vor allem deren Wirkungen auf den Ahrabfluss zu erhalten, sollen dabei verschiedene Szenarien untersucht werden. Ergebnisse dazu werden noch in 2023 vorliegen.
Derzeit wird im Rahmen einer Verkehrsuntersuchung die Notwendigkeit des bisherigen Querschnittes der B 266 überprüft. Es wird davon ausgegangen, dass Ergebnisse dazu im Laufe des Jahres 2023 vorliegen.
In Kürze werden zusätzlich Erosionsschutzmaßnahmen an der abgebrochenen Rampe durchgeführt, die das weitere Abrutschen bis zum finalen Wiederaufbau verhindern sollen und zur Verkehrssicherung dienen. „Diese Baumaßnahmen stellen in keiner Form eine Vorfestlegung für den zukünftigen Ausbau dar“, betonte Staatssekretär Becht.
Zur Pressemeldung von Verkehrsstaatssekretär Andy Becht vom 4. Mai 2023
Der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs durch Land und Kommunen schreitet voran. Das hat Verkehrs- und Tourismusministerin Daniela Schmitt mitgeteilt: Einige Abschnitte sind bereits wiederhergestellt, andere über neu beschilderte Alternativrouten befahrbar – so kam jüngst der Abschnitt zwischen Remagen und Walporzheim hinzu. Weitere Teilstücke befinden sich im Bau oder in Planung. Auch der Einsatz von Radbussen zur Überbrückung einzelner Abschnitte wurde geprüft und wird zum Mai bereits umgesetzt werden. Ministerin Schmitt dankte dem LBM-Projektbüro Wiederaufbau, dem Kreis und den Kommunen mit ihrem Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr sowie den Tourismusorganisationen für die gute Zusammenarbeit und das Vorankommen beim Wiederaufbau des Ahr-Radwegs.
„Der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs schreitet voran. Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger sowie für den Tourismus im Tal“, sagte Verkehrs- und Tourismusministerin Daniela Schmitt auch mit Blick auf den Beginn der Radsaison. „Dort, wo es möglich ist, wollen wir schnellstmöglich durch Provisorien, Alternativstrecken, Beschilderungen und Übergangslösungen das Radfahren ermöglichen und konnten das gemeinsam mit den Kommunen auch bereits in einigen Abschnitten umsetzen. Das ist gerade auch für den Tourismus im Ahrtal ganz entscheidend“, betonte Verkehrsministerin Schmitt und dankte allen Akteuren für die gute Zusammenarbeit beim gemeinsamen Wiederaufbau des Ahr-Radwegs. Der komplette Wiederaufbau des Ahr-Radwegs wird in den besonders zerstörten Abschnitten noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dafür werden stellenweise Alternativrouten als Übergangslösung geplant und errichtet.
„Land und Kommunen arbeiten beim Wiederaufbau des Ahr-Radwegs eng zusammen, das LBM-Projektbüro Wiederaufbau ist hierbei koordinierend tätig“, erklärte Verkehrsministerin Daniela Schmitt. So fand auf Einladung des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ende Februar ein Koordinierungstreffen aller Akteure zum Wiederaufbau des Ahr-Radweges statt: mit Vertreterinnen und Vertretern der Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig, der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr, der Kreisverwaltung sowie der SWB Regional für den Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr und der Tourismusorganisationen Ahrtal und Eifel. Ziel des Koordinations-Treffens war es, alle Beteiligten über den aktuellen Stand zu informieren, den Informationsaustausch zu verstetigen, um so den Wiederaufbau des gerade für den Tourismus wichtigen Ahr-Radwegs zügig weiter voranzubringen.
„Der Wiederaufbau des Ahr-Radweges ist für uns alle ein zentrales Thema. Wir arbeiten auf allen Ebenen sehr eng und sehr konstruktiv zusammen. Der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs mit seinen verschiedenen Baulastträgern bedarf der umfassenden Koordination. Alle arbeiten Hand in Hand“, sagte Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal beim LBM. Daher wird der Austausch zum Wiederaufbau des Ahr-Radweges zwischen den beteiligten Akteuren kontinuierlich fortgeführt.
Der aktuelle Stand zum Wiederaufbau des Ahr-Radwegs in Kürze:
- Der Ahr-Radweg zwischen Blankenheim und Fuchshofen ist weitgehend wiederhergestellt, beschildert und somit durchgängig befahrbar. In Antweiler verläuft er bis zur Wiederherstellung eines zerstörten Teilstücks ersatzweise noch durch die Ortslage.
- Zwischen Fuchshofen und Schuld wird der Radweg wie bislang auf der Landesstraße mitgeführt. Hier wird die schon vor der Flut begonnene Planung zum Bau eines abseits der Straße geführten Radweges vom LBM fortgeführt.
- Von Schuld bis Ahrbrück ist der Radweg großteils fertiggestellt und zu den Pfingstferien 2023 auch wieder durchgängig befahrbar. Hier haben die SWB in enger Abstimmung mit dem Projektbüro des LBM im Zuge des Baus der neuen Infrastrukturtrasse für die Ver- und Entsorgungsleitungen auch den Radweg wiederhergestellt. Die Freigabe der Infrastrukturtrasse am 12. April ist ein Schritt hin zu der vollständigen Freigabe des beschilderten Radweges Ende Mai.
- Für den Abschnitt zwischen Ahrbrück und Altenahr wird ab Mai die bestehende Radbuslinie 844 (Altenahr-Rheinbach) bis Ahrbrück verlängert, so dass für diesen Abschnitt auch bereits ein alternatives Angebot besteht. Darüber hinaus arbeiten das LBM-Projektbüro, die Stadtwerke Bonn und die Deutsche Bahn mit Hochdruck daran, dass auch für dieses Teilstück bis zu den Pfingstferien eine Befahrbarkeit hergestellt werden kann.
- Die größte Herausforderung bleibt der Wiederaufbau im Bereich der Mittelahr zwischen Altenahr und Walporzheim. Dieser massiv zerstörte Teilabschnitt wird aufgrund der intensiven Bauarbeiten im Tal für den Radverkehr in den nächsten Jahren nicht geeignet sein. Deshalb wird zur Überbrückung eine weiträumigen Umfahrung über eine „Höhenroute“ geplant (Verlauf über Kalenborn und Ringen mit Zuwegungen nach Mayschoß und Marienthal). Ziel ist, bis 2024 diese Höhenroute einzurichten.
Parallel arbeiten das LBM-Projektbüro und die Deutsche Bahn intensiv an den Planungen für den Wiederaufbau des Radweges in der Tallage.
- Von Walporzheim bis Sinzig ist der Ahrradweg durchgängig beschildert und befahrbar. In Teilstücken verläuft er dabei auf Provisorien und Ersatzrouten. Die endgültige Wiederherstellung wird parallel weiterverfolgt, jedoch noch längere Zeit beanspruchen.
Insgesamt muss im Bauverlauf mit kurzfristigen Sperrungen und Umleitungen gerechnet werden, über die der LBM, die Kommunen und die Tourismusorganisationen regelmäßig bspw. auf ihren Internetseiten informieren werden. Seitens des Ahrtal Tourismus wird zusätzlich eine entsprechende Informationsbroschüre zu Umfahrungen und Alternativrouten für den Radtourismus erstellt.
Link zum Wiederaufbau-Plan für den Ahr-Radweg: https://lbm.rlp.de/de/wiederaufbau-ahrtal/
Befahrbarkeit Ahr-Radweg
Projektstatus Ahr-Radweg
Hintergrund:
Der rund 65 Kilometer lange rheinland-pfälzischen Teil des Radweges mit seinen mehr als 40 betroffenen Bauwerken wurde zu fast 60 Prozent beschädigt oder komplett zerstört. Rund 56 Kilometer liegen in der Baulastträgerschaft der Kommunen. Zur Unterstützung der Kommunen im Ahrtal hat der LBM die zentrale Koordination der Planungen übernommen.
Historische Weinorte, reizvolle Stadtanlagen und mit regionaltypischen Natursteinen verkleidete Bogenbrücken sind baukulturell wertvolle Elemente, die man mit dem Ahrtal verbindet. Für den langfristigen Wiederaufbau der Brücken im Ahrtal wurde deshalb ein Handbuch entwickelt, das als Leitfaden dient, um die neuen Brückenbauwerke gleichsam sicher, funktional sowie gestalterisch ansprechend zu errichten. Das „Gestaltungshandbuch – Brücken im Ahrtal“ liegt nun vor und dient Land, Kommunen sowie Gestaltungsbüros als Leitfaden. Das hat Verkehrsministerin Daniela Schmitt mitgeteilt.
„Mit der Zerstörung einer Vielzahl an Brücken hat die unsägliche Flut vom Juli 2021 nicht nur Verkehrswege und Verbindungen unterbrochen, sondern auch eine riesige Wunde in die baukulturelle Identität des Ahrtals gerissen. Für das Land, die Kommunen und die Deutsche Bahn steht beim Wiederaufbau einer verkehrs- und hochwassersicheren Infrastruktur daher auch die optische Gestaltung der Brücken im Ahrtal im Fokus“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt.
Gerade die Steinbogenbrücken mit ihren massiven Baukörpern und Pfeilern hatten den Durchfluss der Ahr erheblich eingeschränkt. Es bedarf daher Brückenbauwerken mit strömungsgünstigen Überbauten und Pfeilern sowie Tiefgründungen, die den erhöhten (wasser-)technischen Anforderungen standhalten. Anzustreben sind Bauwerke mit großem Durchflussquerschnitt und nach Möglichkeit ein Verzicht auf Pfeiler.
„Neben der Erfüllung der unabdingbaren technischen Kriterien, die an die neuen Brückenbauwerke gestellt werden, ist es wichtig, dass wir auch deren Gestaltung in den Blick nehmen. Denn auch die neuen Brücken sollen sich harmonisch in den Landschaftsraum einfügen. Wir wollen ein Ahrtal, das auch zukünftig identitätsstiftend ist, in dem sich die Menschen wieder zu Hause fühlen“, sagte Ministerin Schmitt. Die Herausforderung sei dabei, eine regionaltypische Baukultur zu erhalten und diese dennoch modern und sicher weiter zu entwickeln.
Aus diesem Grund haben das LBM-Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal und die weiteren Baulastträger, sprich die Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig, die Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr und die Deutsche Bahn eine Interessensgemeinschaft gegründet und sich darauf verständigt, ein gemeinsames Gestaltungskonzept für die Brücken im Ahrtal zu entwickeln, das den verschiedenen Baulastträgern als Leitfaden bei der Brückengestaltung dient.
Ziel ist es, unter Berücksichtigung der technischen und hydraulischen Anforderungen, Brückenbauwerke zu gestalten, die einen Wiedererkennungswert, eine ästhetische Charakteristik, aufweisen und somit eine neue Brückenfamilie „Ahrtal“ darstellen. Dazu gibt das „Gestaltungshandbuch – Brücken im Ahrtal“ Orientierung.
Das nun vorliegende Handbuch dient als Leitfaden, um die neuen Bauwerke mit einem hohen Maß sowohl an funktionaler als auch gestalterischer Qualität zu konstruieren und die Planungen zu beschleunigen. Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft sind sich darüber einig, dass bei besonders anspruchsvollen Brückenstandorten weiterhin die Möglichkeit eines Wettbewerbsverfahrens für die Gestaltung bestehen soll. Zudem wurde sich darauf verständig, das Gestaltungshandbuch dynamisch fortzuschreiben, um neue Erkenntnisse und Erfahrungen einfließen zu lassen.
Das Gestaltungshandbuch nebst Beiblatt ist künftig Teil der Beauftragung einer Brückenplanung und steht ab sofort auf der Homepage des LBM zum Download zur Verfügung.
Wiederaufbau Ahrtal | Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (rlp.de)
Bei den nachfolgenden Einrichtungen liegt das Handbuch ebenfalls vor:
- Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz,
- Architektenkammer Rheinland-Pfalz,
- Kompetenznetzwerk „Wissenschaft für den Wiederaufbau“ - eine Initiative des Landes Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit den rheinland-pfälzischen Hochschulen
- sowie bei den Städten Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler und den betroffenen Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau.
Auf Initiative des LBM-Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ soll es zum Wiederaufbau der zerstörten Brückenbauwerke im Ahrtal ein Gestaltungskonzept geben.
Dazu wurde eine Interessengemeinschaft mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung eines derartigen Konzeptes zu beauftragen. Mitglieder der Interessengemeinschaft sind der LBM, die Deutsche Bahn, die Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig sowie die Verbandsgemeinde Altenahr.
Um das bestmögliche Ergebnis zu bekommen, erfolgte eine öffentliche Ausschreibung. Als Teil des Angebots war von den Bietern eine Arbeitsprobe gefordert, die von einem Bewertungsgremium beurteilt wurde.
Auf Basis dieser Ergebnisse konnte nun der Zuschlag zur Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes erteilt werden. Den Auftrag erhielt das Ingenieurbüro Schüßler-Plan aus Düsseldorf gemeinsam mit dem Büro Wienstroer Architekten Stadtplaner aus Neuss.
Ziel ist ein inhaltlich belastbares Konzept, welches Lösungen für Gestaltungselemente von Straßenbrücken, Bahnbrücken sowie Fußgänger- und Radwegebrücken vorsieht. Die Bauwerke, bei denen es sich im Wesentlichen um Neubauten handelt, sollten der Besonderheit der umgebenen Landschaft und der jeweiligen Situation gerecht werden; auch soll ein Wiedererkennungswert bei den verschiedenen Bauteilen und Brücken entstehen.
„Die technischen und hydraulischen Anforderungen an die neuen Brücken sind sehr hoch und müssen gut durchdacht sein. Die Ästhetik darf dabei jedoch nicht zu kurz kommen“, sagte Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal beim LBM.
Von den rund 100 Brücken im klassifizierten Straßennetz wurden durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 zwischen 40 % und 60 % vollständig zerstört. Hinzu kommt noch die große Anzahl Brücken im kommunalen Netz, mehrere Bahnbauwerke sowie Brücken des Ahrtalradweges. Der Wiederaufbau dieser wichtigen Verbindungen für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und Bahnverkehr ist dringend erforderlich.
„Gemeinsam mit den Partnern der Interessensgemeinschaft freuen wir uns auf das Gestaltungskonzept, um Brücken planen und bauen zu können, die sich nicht nur auf die reine Funktionalität beschränken, sondern auch gestalterisch eine eigene Charakteristik aufweisen und darüber hinaus die bestehende Kulturlandschaft aufgreifen und sich darin bestmöglich einfügen“, so Schmitt weiter.
Ein erstes Konzept wird noch in diesem Jahr erwartet.
Mit dem B 267-Tunnel in Altenahr und der Ahrbrücke an der B 9 in Sinzig wurden zwei Schlüsselprojekte im Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur des Ahrtals fertiggestellt. Verkehrsministerin Daniela Schmitt betonte bei den gemeinsamen Terminen mit Oliver Luksic, Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, das Zusammenspiel von schlanken Verfahren, innovativen Bauweisen und hochqualifizierter Ingenieure.
„Es ist uns im Zusammenspiel zwischen Bund, Land, Kommunen, Landesbetrieb Mobilität und den Baufirmen gelungen, die zerstörte Ahrbrücke an der B 9 binnen 14 Monaten wiederaufzubauen. Wir können zurecht von einem Vorbildprojekt sprechen. Ich würde mir wünschen, dass wir dieses Tempo nicht nur nach einer solch schrecklichen Katastrophe an den Tag legen, sondern zur Normalität machen“, sagte Schmitt. Die Ministerin hatte im Zuge des Wiederaufbaus das Vergaberecht enorm vereinfacht. Sie dankte dem Projektbüro des LBM, das beim Wiederaufbau auf ein innovatives Verfahren setzte, bei dem die Brücke aus vorgefertigten Teilen zusammengesetzt wurde.
„Wir haben hochqualifizierte Ingenieure, die mit viel Engagement an den Wiederaufbau herangehen. Wir sehen, wozu sie in der Lage sind, wenn wir sie entfesseln“, sagte Schmitt, und ergänzte: „Mit der Freigabe des Tunnels bei Altenahr schließen wir eine Lücke, die sinnbildlich für die Katastrophe stand, aber auch eine entscheidende Lücke im Straßennetz der Ahr.“ Die durchgehende Befahrbarkeit der B 267 gebe vielen Menschen ein Stück Alltagsmobilität zurück, erspare teils weitläufige Umfahrungen.
Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, erklärte: „Heute ist ein besonderer Tag für das Ahrtal. Nach nur 14 Monaten feiern wir die Verkehrsfreigabe der Ahrbrücke Sinzig und des Tunnel Altenahr. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten für Ihren tatkräftigen und unermüdlichen Einsatz herzlich bedanken. Rund 12,53 Millionen Euro hat der Bund für den Neubau der Ahrbrücke Sinzig und der Wiederherstellung des Tunnel Altenahr investiert. Unser Ziel ist es, die durch die Naturkatastrophe entstandenen Lücken, im Bundesfernstraßennetz zu schließen und die stark geschädigte Infrastruktur im Ahrtal, so schnell wie möglich und nachhaltig wiederherzustellen. Dazu sichere ich Ihnen meine weitere Unterstützung zu!“
B 267-Tunnel Ahrweiler
Durch die Hochwasserkatastrophe wurde der Bereich hinter dem Tunnel komplett zerstört und das Gelände bis auf den Felsen, in einer Tiefe von mehr als 10 Metern freigelegt. Nachdem zunächst aufwendige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt wurden, konnte mit der Verfüllung des Bereiches begonnen werden. Auch die zerstörten Ver- und Entsorgungsleitungen mussten in diesem Abschnitt komplett neu verlegt werden. Die erschwerte Zuwegung zur Baustelle durch die vielen Baumaßnahmen der Versorgungsträger, der Gemeinden sowie von Privathauhalten machten einen besonderen Abstimmungsaufwand notwendig.
Mit einer Bauzeit von einem Jahr konnte der Tunnel Altenahr im Zuge der B 267 wieder für den Verkehr bereitgestellt werden. Die Kosten für die Wiederherstellung des Tunnels Altenahr im Zuge der B 267 betragen rund 2,43 Millionen Euro und werden durch den Bund getragen. Die B 267 stellt die Zufahrt zu verschiedenen Gemeinden dar und dient dem Durchgangsverkehr durch das Ahrtal.
B 9-Ahrbrücke Sinzig
Durch die Hochwasserkatastrophe wurde ein Pfeilerfundament der Ahrbrücke in Fahrtrichtung Koblenz unterspült, was letztendlich zum Einsturz der Brücke führte. Zunächst wurden auch hier aufwendige Sicherungsmaßnahmen ausgeführt um sicherzustellen, dass das Bauwerk in Fahrtrichtung Bonn standsicher bleibt. Mit einer Bauzeit von rund 14 Monaten konnte der Ersatzneubau der Ahrbrücke Sinzig (Fahrtrichtung Koblenz) im Zuge der B 9 für den Verkehr wieder bereitgestellt werden.
Die Kosten für den Ersatzneubau der Ahrbrücke Sinzig im Zuge der B 9 betragen rund 10,1 Millionen Euro (7,3 Millionen Euro reine Baukosten für die Brücke) und werden durch den Bund getragen. Hierin enthalten sind auch die Kosten der Sofortmaßnahmen von 1,8 Millionen Euro als auch die Abrisskosten von 1,0 Millionen Euro.
Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt hat gemeinsam mit dem Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Stefan Schmitt und dem Ortsbürgermeister von Kirchsahr Stefan Zavelberg die rund zwei Kilometer lange Landesstraße 77 mit den beiden Ortsdurchfahrten Kirchsahr und Binzenbach feierlich für den Verkehr freigegeben. Im Zuge der Flutkatastrophe vom Juli letzten Jahres wurde die L 77 in großen Teilen zerstört.
„Die Verkehrsfreigabe heute ist ein wichtiges Signal, das zeigt: es geht voran. Es ist gut, dass die Bürgerinnen und Bürger nun wieder eine funktionierende Ortsdurchfahrt haben“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt in Kirchsahr. Mit der L 77 war die Ortsdurchfahrt sowie eine wichtige Verbindung in das Ahrtal und nach Nordrhein-Westfalen teilweise vollständig zerstört. „Die Wiederherstellung der L 77 war daher eines der dringlichsten Projekte. Bereits im August 2021 starteten die Wiederaufbauarbeiten und es ist gut, dass wir heute den Bürgerinnen und Bürgern eine wiederaufgebaute L77 zurückgeben können“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt. Der LBM habe hier hervorragende Arbeit geleistet und den Wiederaufbau zügig vorangetrieben.
Die rund zwei Kilometer lange Straße verläuft entlang des Sahrbaches, einem der Zuflüsse der Ahr. Durch die ungeheuren Wassermassen, die auch der Sahrbach in der Flutnacht mit sich brachte, wurden auf freier Strecke und in den beiden Ortslagen Straße, Bauwerke und Böschungen in großen Teilen zerstört. Durch das enorme Ausmaß der Zerstörung waren die Ortslagen Kirchsahr und Binzenbach zeitweise nicht mehr erreichbar.
„Die Erreichbarkeit der Ortschaften und der Wiederaufbau der Infrastruktur hat für mich als Verkehrs- und Wirtschaftsministerin nach wie vor höchste Priorität. Denn er ist die Basis für viele weitere Aufbauarbeiten in der Region. Wir kommen hier gut voran“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt. Die nächste Freigabe der B 9 in Sinzig sowie des Tunnels bei Altenahr stehe kurz bevor. Schon Mitte September können diese wichtigen Verkehrsstellen nach den aktuellen Planungen für den Verkehr freigegeben werden.
Auch die L 77 werde beim Wiederaufbau im gesamten Sahrbachtal in den kommenden Jahren eine wesentliche Verkehrsbedeutung haben. Die Katastrophe habe auch gezeigt, welch außerordentliche Bedeutung und wichtige Aufgabe der Verkehrsträger Straße in unserer Gesellschaft übernimmt.
Die Kosten für die Erneuerung der rund zwei Kilometer langen Strecke mit den jeweils rund 450 Meter langen Ortsdurchfahrten betragen insgesamt 3,1 Millionen Euro und werden durch den Aufbaufonds zur Flut getragen.
Die Ministerin zeigte sich beeindruckt, was innerhalb eines Jahres alles erreicht wurde. Sie dankte dem LBM und dem Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern von Kirchsahr für ihr Engagement, insbesondere hob sie den Einsatz von Bürgermeister Zavelberg hervor.
Die Bauarbeiten an der Ahrtalbrücke der B9 bei Sinzig verlaufen weiterhin planmäßig. Am Wochenende wurden massive Fertigteilträger eingesetzt. Die B9 musste dazu voll gesperrt werden. Verkehrsministerin Daniela Schmitt informierte sich am Sonntagmorgen über die Maßnahmen und dankte den Mitarbeitern des Landesbetrieb Mobilität (LBM) für das große Engagement im Rahmen der Baumaßnahmen an der Ahr.
"Das Team des LBM-Projektbüro ist geprägt von Menschen, die anpacken, schnell planen, schnell bauen und schnell etwas erreichen möchten. Ich habe großen Respekt für dieses Engagement. Für die Unternehmerinnen und Unternehmer und die Bürgerinnen und Bürger ist die B9 eine enorm wichtige Verkehrsachse zwischen Bonn und Koblenz. Es ist der Verdienst dieser engagierten Mitarbeiter, dass wir in wenigen Monaten wieder eine voll leistungsfähige Brücke freigeben können“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, und dankte LBM-Geschäftsführer Arno Trauden und Projektbüroleiter Stefan Schmitt.
Durch die Flut wurde ein Pfeilerfundament der Ahrbrücke unterspült, was letztendlich zum Einstürzen des Bauwerks in Fahrtrichtung Koblenz führte. Die Brücke in Fahrtrichtung Bonn konnte nach umfangreichen Untersuchungen von Brückenprüfern und einem Monitoring kurzfristig wieder frei gegeben werden, so dass seitdem der Verkehr zumindest mit jeweils einer Fahrspur je Fahrtrichtung die Schadensstelle passieren kann.
Direkt nach dem Abriss der alten Brücke wurde mit den umfangreichen Planungen inklusive Bodenuntersuchung begonnen. Dabei hatte ein hochwassersicherer Aufbau höchste Priorität. Der Ersatzneubau wurde noch im Dezember 2021 gestartet.
Die Pfeiler der neuen Brücke werden auf 15 Meter tiefen Großbohrpfählen errichtet, um die Wiederholung eines derartigen Schadens sicher zu verhindern. Für den Einhub der massiven Fertigteilträger wurden zwei 500 Tonnen schwere Mobilkräne eingesetzt, die am Freitag im Vorland der Ahr aufgebaut wurden. Um die 50 Tonnen schweren Fertigteilträger einzusetzen, musste die intakte B9-Brücke am Wochenende voll gesperrt werden. Die Verkehrsfreigabe des Neubaus ist für den Spätsommer geplant.
Die Arbeiten zum Aufbau der Räumlichkeiten für das Projektbüro schreiten voran. © LBM / Artur Lik
Verkehrsministerin Daniela Schmitt hat die neue Bürocontaineranlage des LBM-Projektbüros in Sinzig vorgestellt. „Mit den 38 Container-Einheiten werden die räumlichen Voraussetzungen für das Team geschaffen, um konzentriert und effizient die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen wiederaufzubauen“, sagte Schmitt.
Am 1. Oktober 2021 hatte das LBM-Projektbüro seine Arbeit aufgenommen. Das Anfangsteam war provisorisch in Containern auf dem Gelände der Straßenmeisterei Sinzig untergekommen. Die neuen Büroräume des Teams entstehen direkt neben der Straßenmeisterei in 38 modernen Container-Einheiten. In 20 von ihnen wird es Arbeitsplätze geben. Die restlichen Container werden für Besprechungsräume, sanitäre Anlagen und Küche sowie Lager- und Technikräume benötigt. „Ziel ist es, dass die Mitarbeiter spätestens Ende März hier ihre Arbeit in den neuen Räumlichkeiten aufnehmen können. In den Büroräumen wird am Ende des Frühjahrs ein Basisteam von rund 15 Fachleuten arbeiten“, erläuterte LBM-Geschäftsführer Arno Trauden.
Der Fokus der Arbeiten werde sich nun verändern, sagte Schmitt. Bisher wurde ein Grundbedürfnis an Mobilität sichergestellt. Sie dankte dem LBM: „Bereits sechs Wochen nach der Flut waren alle Ortschaften wieder über das klassifizierte Straßennetz erreichbar. Das war ein Schlüsselerfolg für viele Bereiche hier im Ahrtal: Viele grundlegende Wiederaufbaumaßnahmen waren überhaupt erst möglich, weil Handwerker die Ortschaften erreichen konnten.“
Nun gehe es darum, übergeordnete Konzepte für die Mobilität der Zukunft und der Infrastruktur im Ahrtal zu entwerfen. Das Team suche dazu einen engen Austausch mit den Kommunen, den Trägern öffentlicher Belange, der Bahn und den Leitungs- und Netzbetreibern. Diese Fragen seien, das betonte Schmitt, komplex: „Welche Wünsche haben die Bürgerinnen und Bürger für ihre Ortsdurchfahrt? Wo müssen Leitungen oder Leerrohre für schnelles Internet oder die Wasserversorgung verlegt werden? Welche Rolle spielt der Hochwasser- und Denkmalschutz? Wie fügt sich eine neue Brücke in die Landschaft und die historischen Ortskerne ein?“ Die Aufgabe sei beim Team um Projektleiter Stefan Schmitt in besten Händen. Ministerin Daniela Schmitt versicherte, dass es für den Bestand des Projektbüros keine zeitlichen Fristen gebe: „Wir bleiben so lange, bis die Arbeit erledigt ist.“
Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat sich gemeinsam mit Landesverkehrsministerin Daniela Schmitt im Ahrtal über den Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur informiert.
Erste Anlaufstelle war das Projektbüro „Wiederaufbau Ahrtal“ in Sinzig. Hier berichteten LBM-Geschäftsführer Arno Trauden und Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal, über das gesamte Ausmaß der Schäden und die bis heute durch den LBM und seinen zahlreichen Baufirmen ausgeführten Arbeiten.
„Das Ahrtal ist inzwischen wieder provisorisch befahrbar. Der LBM arbeitet jetzt am Wiederaufbau der Straßen und Brücken nach aktuellen technischen Standards. Gemeinsam mit diesem Projektbüro wollen wir ein leistungsfähiges übergeordnetes Straßennetz möglichst schnell wieder aufbauen. Wir waren da, wir sind da und wir bleiben da“, sagte Trauden.
Durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 wurde im Ahrtal auf über 70 km die Straßeninfrastruktur des klassifizierten Straßennetzes (Bund, Land, Kreis) beschädigt oder zerstört. Von insgesamt 40 Brücken der Baulastträger Bund, Land und Kreis Ahrweiler wurden zehn Brücken komplett zerstört und 30 substantiell beschädigt. Der rd. 68 km lange Ahrtal-Radweg ist zu 85 % komplett zerstört.
Erste Station auf der Baustelle war sodann der Bereich der Ahrbrücke Sinzig im Verlauf der B 9.
Arno Trauden und Stefan Schmitt erläuterten Minister Wissing und Ministerin Schmitt die Einzelheiten der hier aktuell anstehenden Bauarbeiten.
„Derzeit laufen hier die Bohrpfahlarbeiten zum hochwassersicheren Wiederaufbau des Teilbauwerks der Ahrbrücke in Fahrtrichtung Süden, welches aufgrund der Flutkatastrophe durch die Unterspülung eines Pfeilerfundamentes zerstört wurde. Die Pfeiler der neuen Brücke werden auf 15 Meter tiefen Großbohrpfählen errichtet, um die Wiederholung eines derartigen Schadens sicher zu verhindern“, erklärte Stefan Schmitt.
Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Nach derzeitigem Stand wird auch dieses Teilbauwerk in diesem Jahr im Spätsommer wieder unter Verkehr gehen.
„Es ist beeindruckend, wie viele Menschen hier gemeinsam beim Wiederaufbau anpacken“, sagte Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing. Der Bund werde weiter alles dafür tun, beim Wiederaufbau zu unterstützen – und das möglichst unbürokratisch. Wissing versicherte, dass der Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur so schnell wie möglich voranschreiten werde. Der Minister verdeutlichte aber auch: „Was in einer Nacht zerstört wurde, ist nicht an einem Tag wieder aufzubauen“.
Landesverkehrsministerin Daniela Schmitt verwies zum Wiederaufbau auch auf die laufenden Planungen für die Radwege im Ahrtal. „Für den Wiederaufbau des Ahr-Radweges wird nun ein erstes Konzept erstellt. Der LBM hat hierzu den Auftrag vergeben. Das Konzept, das darlegen soll, wie der Ahrtal-Radweg aussehen könnte, wird zu Beginn des Sommers erwartet“, sagte Daniela Schmitt.
Weitere Anlaufstelle des Ministerbesuchs war der Tunnel in Altenahr im Verlauf der B 267, der durch die Flutkatastrophe erheblich beschädigt wurde.
Hier wurde nach Sicherung der Stützmauern im Auftrag des LBM am Tunnelausgang ein über acht Meter tiefer Krater aufgefüllt und über 300 Meter Streckennetz erneuert. Derzeit stehen hier noch Arbeiten seitens der Versorgungsträger an. Mit einer Fertigstellung wird zu Beginn des Sommers gerechnet, so dass der Tunnel dann wieder unter Verkehr gehen kann.
„Dass die Infrastruktur so massiv zerstört wurde, ist schockierend. Was hier in einer Nacht quasi zerstört wurde, ist eine Herkulesaufgabe wiederaufzubauen. Es wird wieder aufgebaut; die Menschen brauchen hier Schritt für Schritt wieder Normalität“, sagte Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing.
Weitere Informationen zum Wiederaufbau im Ahrtal finden Sie hier sowie auf der Karriere-Seite des LBM.
Der Ahr-Radweg ist einer von sieben Radfernwegen in Rheinland-Pfalz. Er wurde bei der Flutkatastrophe nahezu komplett zerstört. Für den Wiederaufbau des Ahr-Radweges wird nun ein erstes Konzept erstellt. Der LBM hat hierzu den Auftrag vergeben. Das hat Verkehrsministerin Daniela Schmitt mitgeteilt. Das Konzept soll im Sommer vorliegen und als Grundlage für den Austausch mit Vertretern der Kommunen und des Tourismus vor Ort dienen. Gemeinsam soll die bestmögliche Route für den neuen Ahr-Radweg gefunden werden.
„Gemeinsam wollen wir einen schönen, neuen Ahr-Radweg für unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Gäste schaffen – nach neusten technischen Standards und mit Verbesserungen für die Nutzer. Ich freue mich, dass mit der Konzepterstellung nun auch der Ahr-Radweg konkret angegangen werden kann. Damit kommen wir unserem Ziel zum Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur im Ahrtal wieder ein Stück näher. Und wir geben dem Tourismus im Tal eine wichtige Perspektive. Ich bin mir sicher, dass wir diese weitere Herkulesaufgabe in Zusammenarbeit mit dem LBM und seinem Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal, gemeinsam mit den Kommunen und den Tourismusakteuren zur Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger im Ahrtal meistern und ein schönes Angebot auch für unsere Gäste schaffen werden“, sagte Schmitt.
Beim Ahr-Radweg handelt es sich um einen der sieben Radfernwege in Rheinland-Pfalz. Er ist von besonderer Bedeutung auch für den Tourismus im Ahrtal und wurde durch die Flut nahezu komplett zerstört.
Das für Sommer 2022 erwartete Konzept soll die strategische Grundlage für den Wiederaufbau des Radwegenetzes möglichst als durchgängige Trasse im Ahrtal bilden. Auch die Anbindung an das angrenzende Streckennetz zu NRW sowie etwaige Neuanbindungen und das Schließen von Radwegelücken sollen im Konzept berücksichtigt werden. Es dient als Basis für Abstimmungen insbesondere mit den kommunalen Vertretern und dem Ahrtal-Tourismus. Deren Belange fließen in das Gesamtkonzept ein, das sodann detaillierter ausgearbeitet wird, um die einzelnen Abschnitte zielgerichtet angehen zu können. Das Projektbüro Wiederaufbau des LBM hat die Koordination zum Wiederaufbau des Ahr-Radwegs übernommen, auch um die Kommunen zu entlasten.
„Wir wollen beim Wiederaufbau wo immer möglich auch Dinge verbessern. Durch Lückenschlüsse und Neuanbindungen im Radwegenetz, den Ausbau nach neuesten technischen Standards sowie die Beachtung der aktuellen touristischen Entwicklungen gehen wir diesen Weg“, sagte Schmitt.
Da das Radfahren im Zuge der Freizeitgestaltung immer beliebter und auch aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten an Bedeutung gewinnt, berücksichtigt das Konzept Aspekte des Tourismus sowie des Alltagsradverkehrs als Alternative zum motorisierten Verkehr.
„Mit der Vergabe des Auftrages zur Erstellung eines Konzeptes für den Wiederaufbau des Ahr-Radweges ist der Anfang gemacht. Wir wollen auch in Zukunft unseren Gästen und Besuchern, dem Tourismus, den Bürgerinnen und Bürgern in ihrer Freizeit wie im Alltag wieder den beliebten Ahr-Radweg anbieten können“, sagte die Verkehrsministerin.
„Sechs Monate nach der Flutkatastrophe wurde viel erreicht. Die Menschen in der Region und tausende Helferinnen und Helfer haben dafür bis an die Grenzen der Belastbarkeit gearbeitet und die Verwaltungen in den Kommunen, im Landkreis und der Landesregierung haben keinen Tag geruht. Schritt für Schritt werden wir weitermachen. Wir wissen, es ist noch ein schwieriger Weg. Ich bin aber überzeugt, dass wir gemeinsam das Ahrtal wiederaufbauen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch im schwer zerstörten Ort Schuld.
Die Flutschäden an privatem Eigentum und öffentlicher Infrastruktur wie Straßen, Gebäuden oder Leitungsnetzen werden auf mehr als 20 Milliarden Euro geschätzt. Rund 15 Milliarden Euro waren nicht durch Versicherungen gedeckt und sollen durch Soforthilfen und den Aufbaufonds erstattet werden. In dem am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Landkreis Ahrweiler sind 42.000 Menschen betroffen. Rund 8.800 Gebäude an der Ahr wurden zerstört oder stark beschädigt, darunter Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser. Sechs Monate nach der Flut können alle Kinder wieder ihre Schulen besuchen, auch wenn diese teilweise Container-Schulen sind. Nur eine Förderschule konnte noch nicht wiedererrichtet werden. Als nach den Sommerferien Kinder aus den Flutgebieten in Schulen aus benachbarten, nicht zerstörten Gemeinden unterrichtet wurden, legte man größten Wert darauf, dass bestehende Klassenverbände nicht auseinandergerissen werden. „Unsere Schulpsychologie war direkt und ist weiter mit einer eigenen Einsatzzentrale in Mayen vor Ort. Dabei wurden die rheinland-pfälzischen Schulpsychologinnen und -psychologen von Kolleginnen und Kollegen anderer Bundesländer vor Ort unterstützt“, so die Ministerpräsidentin.
Im Bereich der Kindertagesstätten wurden direkt im Anschluss an die Flutkatastrophe schnelle und unbürokratische Lösungen für die Notbetreuung der Kinder gefunden. Die Landesregierung habe sehr schnell den Aufbau eines Traumanetzwerkes und eines Traumatherapiezentrums unterstützt. „Infrastrukturprojekte, die normalerweise Jahre dauern, wurden binnen 100 Tagen aufgebaut: Eine Hochdruckgasleitung, Teile der Ahrtalbahn oder die Kläranlagen in Sinzig und Dümpelfeld. Von Anfang an war es oberste Prämisse der Landesregierung, den Betroffenen schnell zu helfen und die Infrastruktur wiederaufzubauen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort treibt sie mit Hochdruck den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur voran. Bereits sechs Wochen nach der Flut waren alle Ortschaften wieder über klassifiziertes Straßennetz erreichbar. Bereits Ende Juli konnte das Mobilfunknetz im Ahrtal weitgehend wiederhergestellt werden“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
„Unser vorrangiges Ziel war und bleibt es auch in diesem Jahr: Allen Betroffenen so schnell wie möglich zu helfen und den Wiederaufbau zu unterstützen“, erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Klimaschutzministerin Katrin Eder und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt bei ihrem Besuch in Schuld. Gemeinsam mit Staatssekretärin Nicole Steingaß, Beauftragte für den Wiederaufbau, dem 1. Beigeordneten des Landkreises Ahrweiler, Horst Gies, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, sowie Ortsbürgermeister Helmut Lussi verschafften sie sich einen Überblick über die Fortschritte des Wiederaufbaus. Die Gemeinde Schuld im Ahrtal wurde von der Flutkatastrophe sehr schwer getroffen, Häuser wurden von den Wassermassen teilweise vollständig weggespült, insgesamt rund 50 Prozent der Gebäude sind betroffen.
Es galt, in den ersten Monaten Schutt- und Sperrmüll-Mengen zu entsorgen, wie sie in Summe in 40 Jahren anfallen, sowie 64.400 Haushalte wieder mit Strom zu versorgen und die Trinkwasserversorgung vor allem in den Ahrgemeinden wiederherzustellen. Seit Mitte Dezember 2021 werden wieder alle Haushalte an der Ahr mit Erdgas versorgt, mit viel Unterstützung wurden Reparaturen, Übergangslösungen und klimafreundliche Heizlösungen bereitgestellt. Alle 81 zerstörten Straßenabschnitte im Bereich des Landesbetriebs Mobilität Gerolstein seien wiederhergestellt. „103 Brücken im Ahrtal waren stark oder komplett zerstört. 15 temporäre Brücken sind seit Ende Oktober 2021 aufgebaut“, unterstrich die Ministerpräsidentin.
„Das war nur möglich, weil die Menschen vor Ort von unzähligen Helfern und Helferinnen beeindruckende Solidarität und Unterstützung erfahren haben. Mein Dank geht an alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. Sie haben bis an die Grenze der Belastbarkeit gearbeitet, ohne sie stünden wir nach sechs Monaten nicht da, wo wir stehen. Das zeigt: Gemeinsam bewältigen wir diese anhaltend große Herausforderung“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
„Die schrecklichen Ereignisse verdeutlichen einmal mehr, warum der Einsatz gegen den menschengemachten Klimawandel so wichtig ist“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder. Die Flutkatastrophe hat zudem nochmal deutlicher gemacht, dass Hochwasservorsorge nicht an Gemeinde- oder Landkreisgrenzen enden darf. Deshalb waren wir uns am 25. Oktober 2021 beim Treffen der Hochwasserpartnerschaft Ahr mit den Kommunen einig, dass ein gemeinsam entwickeltes überörtliches Hochwasservorsorgekonzept notwendig ist. Im nächsten Workshop der Hochwasserpartnerschaft am 17. Februar 2022 werden die Bausteine des Konzepts und ein Zeit-Maßnahmen-Plan mit entsprechenden Meilensteinen, kurz-, mittel- und langfristig vereinbart.“
„Was am Abend und in der Nacht des 14. Juli im Ahrtal und auch in Teilen der Region Trier und der Eifel geschehen ist, war ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben aller betroffenen Menschen“, sagte Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. „Doch gerade am Beispiel der Gemeinde Schuld sehen wir, dass wir beim Wiederaufbau gut vorankommen. Im Dezember 2021 konnte ich hier eine Notumfahrung eröffnen, die im Kleinen zeigt, wie wir arbeiten: grundlegende Mobilität schaffen, priorisieren, um modern, verkehrssicher und nachhaltig wiederaufzubauen.“ Schmitt betonte, wie wichtig dabei die unkomplizierte, direkte Vergabe und wie zentral die Arbeit des Projektbüros des LBM in Sinzig sei. „Von dort aus wird der Wiederaufbau der Straßeninfrastruktur gesteuert.“ Dieses schnelle und unbürokratische Vorgehen gelte auch in anderen Bereichen. So wurde das Bodenordnungsverfahren für die Weinberge in Rech, Dernau und Mayschoss beschleunigt und eröffnet. „Wir wollen den Winzerinnen und Winzern ermöglichen, ihre verlorenen Rebflächen möglich rasch wieder zu bestocken“, unterstrich Schmitt. Der Weinbau sei ein Identitätsstifter für die Menschen im Tal und zugleich wichtiger Wirtschaftsfaktor und attraktiver Touristenmagnet: „Deshalb fördern wir auch das Projekt ,Ahrtal-Helfer werden zu Ahrtal-Fans‘ sehr gern“. Es ist ein schönes Zeichen des Ahrtals an die Helferinnen und Helfer und gleichzeitig ein wichtiges Signal in die Zukunft, dass das Ahrtal wieder zu dem einzigartigen und wunderschönen Reiseziel wird, wie wir es alle kennen“, so Schmitt.
Das Land Rheinland-Pfalz habe bislang insgesamt rund 167,25 Millionen Euro an Soforthilfen ausgezahlt. Davon wurden bisher 118,85 Millionen Euro an die Kommunen, 35,3 Millionen Euro an Privatpersonen und 13,1 Millionen Euro an Unternehmen ausgezahlt. Das am 1. Oktober 2021 in Kraft getretene Aufbauhilfe-Sondervermögensgesetz ist die Grundlage für die Wiederaufbauhilfen. Mit dem Zuschussprogramm fördert das Land den Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur bis zu 100 Prozent. Mit der klimaangepassten Gebietsplanung und den großzügigen Förderungsmöglichkeiten seien seitens der Bundes- und Landesregierung die Grundlagen in ein gutes Wiederaufbaujahr 2022 gelegt, so die Ministerpräsidentin. Zudem sei es Rheinland-Pfalz gelungen, mit dem Bund eine risikoorientierte Auslegung der Förderrichtlinien im Sinne eines hochwasserangepassten Wiederaufbaus abzustimmen. Nunmehr ist auch der Wiederaufbau von teilzerstörten Häusern an anderer Stelle förderfähig, wenn sich diese im blauen Bereich des Überschwemmungsgebiets befinden und an Ort und Stelle eine besonders hohe Gefahr besteht.
„Im Februar wird der Maßnahmenplan des Landkreises Ahrweiler für den Wiederaufbau der kommunalen Infrastruktur im Innenministerium vorliegen, sodass er zeitnah geprüft und festgestellt werden kann. Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt zum Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur getan sein. Der Wiederaufbau von Rathäusern, Gemeindehallen, Feuerwehrhäusern, Straßen, aber eben auch Schulen, Kindergärten und Spielplätzen kommt allen zugute und wird in der Regel zu 100 Prozent gefördert“, erklärte die Wiederaufbaubeauftragte Nicole Steingaß.
Für einen effizienten Informationsfluss zwischen den kommunalen Verantwortlichen und der Wiederaufbauorganisation stehe den Kommunen mit dem Verbindungsbüro um Günter Kern ein unmittelbarer Ansprechpartner zur Verfügung. Auch in Schuld wurde ein Infopoint eingerichtet, an dem unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ISB beim Antragsverfahren zu den Aufbauhilfen beraten und unterstützen. In Einwohnerversammlungen haben sich Bürgerinnen und Bürger direkt bei den anwesenden Fachexperten über Fragen rund um den Wiederaufbau informiert. Betroffene erhalten kostenlose Erst- und Orientierungsberatung durch Architektinnen und Architekten sowie Unterstützung bei Antragstellungen.
„Natürlich ist noch sehr viel zu tun, wie könnte es auch anders sein, nach dieser gigantischen Zerstörung. Wir haben mehr vor, als „nur“ alles wieder neu zu errichten. Wir wollen ausgehend von der großen Katastrophe den Weg in ein nachhaltiges, zukunftsweisendes, modernes Ahrtal gehen. Es ist unser gemeinsames Ziel, den Wiederaufbau nachhaltig und zukunftsweisend zu gestalten. Die Tatkraft, die Solidarität, das Engagement, das man bei jedem Besuch im Ahrtal erlebt, machen Mut für diese große Aufgabe: gemeinsam bauen wir das Ahrtal wieder auf“, erklärten die Ministerpräsidentin und die Ministerinnen abschließend.
Mit der Gründung des Projektbüros "Wiederaufbau im Ahrtal" in Sinzig sorgt der LBM für kurze Wege und schnelle Abstimmungsprozesse. Zusammen mit den Kollegeninnen und Kollegen des LBM Cochem-Koblenz ist das Projektteam ununterbrochen im Ahrtal unterwegs und arbeitet auf Hochtouren. Die Wiederherstellung der Verkehrswege und der Straßenbau sind in vollem Gange.
Während zunächst die beschädigten oder zerstörten Straßen provisorisch wiederhergestellt werden mussten, um die Erreichbarkeit der Ortschaften sicherzustellen, ist nun primäres Ziel, die klassifizierten Straßen zunächst einmal durchgängig befahrbar, verkehrssicher und mit Blick auf die kommende Jahreszeit winterfest zu machen. Hierzu wird an einigen Stellen, an denen zunächst provisorisch wiederaufgebaut wurde, eine Asphaltschicht aufgetragen.
Neben den bereits laufenden oder anlaufenden Baumaßnahmen ist die Herstellung der Verkehrssicherheit - wie zuvor angeführt - ein sehr wichtiger Punkt, insbesondere auf den Provisorien. Denn an den Stellen, an denen beschädigte Stützwände zur Ahr hin oder komplette Böschungsabbrüche seinerzeit kurzfristig und nur vorläufig provisorisch befestigt werden konnten, muss vorrangig gearbeitet werden. Für die B 267 konnten hierzu bereits die Ausschreibungen dieser Baumaßnahmen abgeschlossen und beauftragt werden, um möglichst bald wieder Schutzeinrichtungen und Absturzsicherungen an den Böschungen und Stützwänden vorhalten zu können. Gerade in Anbetracht der jahreszeitlich früher einbrechenden Dunkelheit sind diese Vorkehrungen wichtig, damit niemand von der Fahrbahn abkommt.
In der Ortsdurchfahrt in Rech (B 267) wurde auf 400 Metern eine Asphalttragdeckschicht aufgetragen. So auch auf vielen weiteren Abschnitten entlang der B 267. Das ist u. a. deshalb wichtig, damit der Winterdienst seine Arbeit verrichten kann, wie bspw. Schnee von der Straße zu räumen.
Die Herausforderung besteht darin, die enormen Schäden zu beheben. Hier wurde in sehr kurzer Zeit schon viel erreicht.
Auch die Erstellung eines Konzeptes für den Wiederaufbau des Ahrtalradweges ist vorgesehen und erfolgt im Anschluss. Priorität haben vorgenannte Maßnahmen, die insbesondere der Verkehrssicherheit und Erreichbarkeit dienen.
Der bevorstehende reguläre und langfristige Wiederaufbau wird dennoch eine Mammutaufgabe, die dann auch den Vorlauf von Planungen und Abstimmungen u.a. mit den Behörden, den Gemeinden, Versorgungsträgern benötigt. Der Wiederaufbau wird seine Zeit brauchen, denn letztendlich kann nicht alles gleichzeitig gebaut werden. Bei der Vielzahl an Baumaßnahmen muss einerseits der Verkehr teilweise umgeleitet und gleichzeitig die Erreichbarkeit der Ortschaften, auch mit Blick auf den kommunalen und privaten Wiederaufbau, gewährleistet werden.
Parallel zu den Wiederaufbauarbeiten läuft auch der weitere Aufbau des Standorts und des Projektteams in Sinzig. Die Personalgewinnung ist ein zentrales Thema. Insbesondere werden Bauingenieure und Bautechniker für den Straßen- und Brückenbau benötigt, sowohl in der Entwurfsplanung als auch in der Ausführung. Da der Arbeitsmarkt im gesuchten Sektor alles andere als günstig ist, stellt die Personalgewinnung eine Herausforderung dar. Mit verschiedensten Maßnahmen wirbt der LBM dafür, beim Wiederaufbau mitzuhelfen und Teil des LBM-Projektteams zu werden.
Unsere Bauingenieurinnen und Bauingenieure geben uns die Rückmeldung, dass sie beeindruckt sind, wie schnell Prozesse derzeit beim Wiederaufbau laufen. Das sei bei Bauprojekten üblicherweise ein sehr langwieriger Planungsprozess. Der Wiederaufbau kann dank gesetzlicher Verschlankungen bspw. im Landesstraßengesetz und der vereinfachten Vergabe beschleunigt stattfinden, so dass die Bauingenieure nach Plänen und Konzepten auch schnell Taten und Endergebnisse sehen. Das motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBM und ist möglicherweise Anreiz für den oder die ein oder andere Bauingenieur/In, bei einem der größten Wiederaufbauprojekte aktiv mitzugestalten und mitaufzubauen.
Kommen auch Sie in unser Projektteam!
Der Landtag hat heute mit dem Landeswiederaufbauerleichterungsgesetz auch Änderungen im Landesstraßengesetz beschlossen. Verkehrsministerin Daniela Schmitt hatte die Vereinfachungen angeregt, um den Wiederaufbau der Straßen und Brücken in der von der Flut betroffenen Regionen zu beschleunigen. Gemeinschaftlich hat die Landesregierung somit die Weichen für einen zügigen Wiederaufbau in den von der Flut betroffenen Regionen gestellt.
Zur Pressemitteilung von Verkehrsministerin Daniela Schmitt vom 23. September 2021.