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Regionale Zuständigkeit aus einer Hand: Nachdem das rheinland-pfälzische Autobahnnetz in den Hauptachsen weitgehend vollendet war, wurde die Anzahl der Neubauämter auf drei reduziert (Vallendar, Trier und Dahn-Bad Bergzabern). Die übrigen wurden mit den Straßenbauämtern zusammengeführt.

Neuer Name, neue Aufgaben: Im Jahr 1994 wird die Straßenverwaltung in Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen Rheinland-Pfalz umbenannt. Die Straßenbauämter erhalten die Bezeichnung Straßen- und Verkehrsamt und die drei noch bestehenden Neubauämter werden zu Straßenprojektämtern. 

Als neue Aufgabe wird dem Landesamt infolge der Novellierung des Landesstraßengesetzes 1999 die Anhörung im straßenrechtlichen Planfeststellungsverfahren übertragen. Zuvor wurde diese Aufgabe von den Bezirksregierungen wahrgenommen. Seitdem ist die Planfeststellungsbehörde für Anhörung und Beschlusserlass zuständig. Die Konzentration auf eine Behörde bringt Synergie-Effekte. Die Abwicklung der Baurechtsverfahren kann durch die Bündelung der Anhörung und Planfeststellung bei der Planfeststellungsbehörde besser gesteuert werden.

Mehr Effektivität: Im Betriebsdienst werden immer mehr moderne Fahrzeuge und Geräte eingesetzt, die eine größere Effektivität erbringen. Das lässt eine Vergrößerung der Unterhaltungsbezirke auf rund 300 Kilometer zu. 1997 wurde daher die Anzahl der Meistereien von 78  auf 57 verringert – die heutige Anzahl.  

Wetter mit System: Das Straßenzustands- und Wetterinformationssystem SWIS wird in der Straßenverwaltung Rheinland-Pfalz eingeführt. Dieses System versorgt heute deutschlandweit die Straßenbauverwaltungen mit Straßenwetterinformationen. SWIS ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund und Ländern. Den Meistereien werden verschiedene Straßenwetterberichte zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe die Mitarbeiter abschätzen können, wie sich das Wetter und der Straßenzustand entwickeln. Die Wetterberichte werden speziell für jeden Landkreis und für verschiedene Höhenstufen herausgegeben. Mithilfe dieser detaillierten Wettervorhersagen werden die Rufbereitschaften für das Winterdienstpersonal organisiert.  

Innovativ: Als erste Anlage in Rheinland-Pfalz geht 1994 die Streckenbeeinflussungsanlage auf der A 61 zwischen Bingen und Rheinböllen in Betrieb. Je nach Verkehrslage geben die Schilderbrücken dem Autofahrer eine Maximalgeschwindigkeit vor, durch die ein reibungsloser Verkehrsfluss gewährleistet wird. Auf diese Weise werden Staus vermieden und der Ausstoß von Abgasen gesenkt. Nicht zuletzt erhöhen solche Leitsysteme nachweislich die Verkehrssicherheit. Untersuchungen zeigen, dass dort, wo Schilderbrücken eingesetzt werden, die Unfallzahlen um bis zu 30 Prozent zurückgehen. Landesweit gibt es inzwischen drei dieser Anlagen. 

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