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Sicherheitstechnische Nachrüstung

Der Burgbergtunnel Bernkastel wurde in den Jahren 1994 bis 1997 im Zuge der K101 errichtet.

Die sicherheitstechnische Nachrüstung ist zur Erhaltung der Verkehrssicherheit des Tunnels dringend erforderlich.

Grundlage für die Sicherheitstechnik in den Tunneln ist die „Richtlinie für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln“ (RABT). Sie wurde 2006 vom Bundesverkehrsministerium herausgegeben. Anlass waren Erfahrungen aus drei schweren Tunnel-Unfällen in Frankreich, Österreich und der Schweiz in den Jahren 1999 bis 2001. Bei diesen Unfällen starben 62 Menschen. Allein bei dem Unfall im französischen Mont Blanc Tunnel kamen 39 Menschen ums Leben. Als Reaktion wurden Mindeststandards für die Sicherheit in Tunneln entwickelt.  

Die Möglichkeit zur Selbstrettung ist einer der Schwerpunkte in diesem Sicherheitskonzept. Der Tunnel muss so ausgerüstet sein, dass die Verkehrsteilnehmer sich bei einem Unfall oder Brand möglichst schnell selbst retten können. Das soll durch gut ausgeschilderte Rettungswege und Fluchtstollen gewährleistet werden. Auch müssen genügend Feuerlöscher im Tunnel vorhanden sein und die Notrufstation einwandfrei funktionieren. Die längeren Tunnel sollen zudem mit Kameras ausgestattet sein, damit Polizei und Rettungskräfte jederzeit in den Tunnel schauen können.

Gemäß der Richtlinien sind daher in Tunneln mit einer Länge von mehr 400 Metern in regelmäßigen Abständen von weniger als 300 Metern Notausgänge vorzusehen. Der 554 lange Burgbergtunnel besitzt aktuell keine Notausgänge.

Zudem stellt der Burgbergtunnel mit seiner Längsneigung von bis zu 6 Prozent gegenüber den richtlinienbedingten Vorgaben eine weitere Abweichung vom Regelwerk dar, infolge derer - ausgehend von einer erstellten Risikoanalyse - verstärkende Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu treffen sind.

Aufgrund der großen Längsneigung breitet sich der Rauch im Tunnel infolge Kaminwirkung beschleunigt aus. Das Ergebnis der Risikoanalyse „Rauchausbreitung“ floss in die Planungen zum Fluchtstollen ein.

Darüber hinaus entspricht die betriebstechnische Ausstattung des bestehenden Tunnels lediglich dem Sicherheitsstandard von 1997 und genügt somit nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen. Die Technik ist insgesamt veraltet.

Im Zuge der Herstellung des Rettungsstollens wird auch die betriebstechnische Ausstattung des Tunnels (u. a. Notruf- und Löschwassernischen, Entwässerungsleitungen, Rauchdetektoren, Lüftungsanlage, Tunnelfunk, etc.) auf den heutigen Stand der Technik gebracht.

Bauzeit

Oktober 2018 bis voraussichtlich Ostern 2020

Bauzeitenplan

Umleitungen (für Vollsperrungsphasen)

Für die Arbeiten sind zwei länge Vollsperrungsphasen notwendig. Nach derzeitigem Planungsstand erfolgen diese von

  • Oktober 2018 bis voraussichtlich Ende Juni 2019
  • November 2019 bis voraussichtlich Februar 2019

In den Vollsperrungsphasen wird der Verkehr über die L 158 bei Mülheim (Mosel) umgeleitet.

Umleitungsplan

Von Juni 2019 bis Ende Oktober 2019 kann der Tunnel befahren werden.

 

 

Pläne
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