Beschreibung der Baumaßnahme

Die „L 52 Nordentlastung Koblenz, 1. Bauabschnitt“ ist Teil des Projektes "L 52 Nordtangente  Koblenz- Metternich", für die seit 09. Juli 2010 ein bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss mit 4- spuriger Trassenführung und planfreien Knoten vorliegt.

Durch die hohen Verkehrsbelastungen der B 9, B 416 und L 52alt, die überwiegend aus starkem Durchgangsverkehr resultieren, ist im nordwestlichen Bereich von Koblenz die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs erheblich beeinträchtigt. Die Folgen sind ein erhöhtes Unfallrisiko sowie starke Beeinträchtigungen der Wohnqualität durch Lärm- und Abgasbelastung.

Die L 52neu, 1. Bauabschnitt, soll als Entlastungsstrecke dem angrenzenden Verkehrsnetz dienen. Die Maßnahme ermöglicht eine wirtschaftliche und verkehrssichere Anbindung des regionalen Straßennetzes an das überregionale Netz, wie die A 61 im Westen, die A48 im Norden und die B 9 im Nord- Osten. Eine Verkehrsstudie aus 2014 ergab einer Verkehrsbelastung auf dem am stärksten belasteten Streckenabschnitt von rd. 27.800 Kfz/ 24 h (6 % Schwerverkehrsanteil) im Jahr 2030.

Die Nordentlastung Koblenz wird aus Kostengründen zweispurig und mit plangleichen Knoten umgesetzt; sie erstreckt sich ab dem Durchbruch Metternich/Rübenacher Straße, über die Stadtstraßen „Weinackerweg“ und L 127 „Bubenheimer Weg“ hinweg bis zur Stadtstraße „An der Römervilla“ in Koblenz- Bubenheim.
Die Baulänge beträgt ca. 2,5 Kilometer; davon sind ca. 256 m Anschlüsse an das bestehende Straßennetz. Die Verknüpfungen mit dem bestehenden Straßennetz erfolgen durch zwei lichtsignalgeregelte Kreuzungen („Weinackerweg“ und „IKEA-Knoten“) und eine Einmündung (L 127 „Bubenheimer Weg“).

Die Trassenführung orientiert sich durchgängig an der östlichen Fahrbahn der vierspurig planfestgestellten Trasse der Nordtangente Koblenz-Metternich, damit bei einer späteren Realisierung der zweispurige erste Bauabschnitt weitestgehend beibehalten werden kann.

Die geplante Trasse verläuft durchgängig über derzeit landwirtschaftlich genutzte Acker- und Wiesenflächen. Oberhalb der geplanten Kreuzung „Weinackerweg“ durchschneidet die L 52neu eine Kleingartenanlage, die im Zuge der Baumaßnahme zurückgebaut und auf einer neu, durch einen Bebauungsplan der Stadt Koblenz, festgelegten Fläche errichtet wird.

Baulastträger sind das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Koblenz. 

Streckenverlauf
Baukosten

Kostenschätzung Stand Februar 2017:

rd. 12 Mio. Euro (Gesamtkosten einschl. Grunderwerb)
davon
rd. 7 Mio. Euro Kostenträger Land Rheinland-Pfalz
rd. 5 Mio. Euro Kostenträger Stadt Koblenz

Bauzeit

Umsetzung der Maßnahme von Oktober 2015 bis voraussichtlich Ende 2019:

  • Spatenstich Gesamtprojekt und Baustraßen IKEA-Knoten: 19. Oktober 2015
  • Umbau IKEA-Knoten: April 2016 bis August 2016
  • Abriss Gebäude Kleingartenanlage: Februar/ März 2017
  • Durchgehende Strecke und Knotenpunkt Weinacker:
    März 2018 bis voraussichtlich Mai 2019  
  • Stützwand Rampe B416 und Radwegebauwerk Bereich Durchbruch Metternich:
    voraussichtlich ab Frühjahr 2018 bis Ende 2019
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