Aktueller Sachstand

Der Planfeststellungsbeschluss der NOT Bitburg vom 15. Juni 2012 hat mit Datum vom 31. Juli 2013 Bestandskraft erlangt.

Zurzeit führt die Flurbereinigungsbehörde die Unternehmensflurbereinigung durch. Im Rahmen der Planwunschtermine werden Verhandlungen mit allen Beteiligten geführt.

Gleichzeitig erfolgt die Erstellung der Ausführungsplanung für den ersten Streckenabschnitt zwischen der
B 257 und B 50 inklusive der beiden Ingenieurbauwerke.

Die Fertigstellung der Ausführungsplanung für den ersten Bauabschnitt steht kurz vor dem Abschluss.

Der Bauwerksentwurf für die Unterführung der Güterzugbahn ist fertiggestellt und die Maßnahme bereits submittiert. Mit einem Baubeginn ist in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu rechen.

Beschreibung der Baumaßnahme

Die Nord-Ost-Tangente bei Bitburg, nachfolgend NOT abgekürzt, stellt den Neubau der L 5 als anbaufreie Hauptverbindungsstraße außerhalb bebauter Gebiete dar. Die gesamte Baulänge der NOT beträgt ca. 3,1 km.

Charakteristisch für die Umgehungsstraße sind:

  • Hohe, jedoch relativ kurze Dammbereiche;

  • Einschnittsböschungen und Aufschüttungen in Form von Deponie-Wällen auf einer Länge von ca. 1,9 km mit einer Höhe von 2 m bis 6 m. Hier werden die Überschussmassen unter gleichzeitiger Abschirmung der angrenzenden Bebauung verbaut;

  • drei kurze Streckenabschnitte, durch Kreisverkehrsplätze voneinander getrennt, die jeweils von links- bzw. rechtsseitig parallel verlaufenden Wirtschafts-, Rad- und Fußwegen begleitet werden.

 

Im Zuge des Baus der NOT werden insgesamt fünf Ingenieurbauwerke hergestellt:

  • Unterführung des Fußweges im Bereich des "Schlangenpfädchens";

  • Überführung des Rad- und Fußweges im Bereich auf "Burghöh";

  • Überführung des "Messenweges", der von Bitburg nach Matzen führt;

  • Unterführung des kombinierten Wirtschafts-, Rad- und Fußweges im Bereich der Kleingartenanlage;

  • Unterführung der Güterzugbahn.


Durch den Bau der NOT soll zum Einen der Durchgangsverkehr bzw. der Güterverkehr der umliegenden Regionen um die Stadt geführt und zum Anderen der Quell-/Zielverkehr direkt und unkompliziert in die bzw. aus der Stadt geleitet werden. Die Eigenbelastung der NOT wird zwischen 6.000 und 8.000 kfz/d betragen. Somit wird eine Steigerung der Verkehrsqualität und der Wirtschaftskraft sowie eine Entlastung der Innenstadt erreicht. Darüber hinaus wird die Lebensqualität der Einwohner, die entlang der innerörtlichen Hauptverkehrsachsen wohnen, nachhaltig verbessert.

Streckenverlauf

Die NOT beginnt an der Auffahrtsrampe der L 5 zur B 51 im Ortseingangsbereich Bitburg von Rittersdorf kommend. Die in Nord-Süd Richtung verlaufende B 51 wird als überregionale Verbindungsstraße zwischen Nordrhein-Westfalen, der A 60 und deren Einzugsgebiet Belgien sowie dem im Süden gelegenen Großraum Trier und den großräumigen Verbindungsstraßen A 1 / A 48, eingestuft.

Die NOT erstreckt sich nördlich von Bitburg in Ost-Richtung und kreuzt nach ca. 720 m die Landstraße L 32. Diese führt in nördlicher Richtung von Bitburg nach Nattenheim und hat überwiegend eine zwischen-gemeindliche Verbindungsfunktion. Im weiteren Verlauf tangiert die Strecke die B 257 und wendet nach ca. 2,2 km in Richtung Süden, kreuzt die Güterzugbahn Bitburg-Erdorf und endet nach ca. 3,1 km an der B 50.

Die in West-Ost-Richtung durch das Stadtgebiet verlaufenden Bundesstraßen, B 257 und B 50, komplettieren die regionalen Verbindungen in dem Landschaftsraum Eifel.

Baukosten

Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf ca. 11,7 Mio. Euro.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich inklusive der beiden Ingenieurbauwerke auf ca. 5,5 Mio. Euro.

Bauzeit

Der Baubeginn mit Herstellung des ersten Ingenieurbauwerkes (Unterführung der Güterzugbahn) ist in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorgesehen.

Die Herstellung der Wirtschaftswegeunterführung im Bereich der Kleingartenanlage sowie des Straßenbaus des ersten Bauabschnittes (Streckenabschnitt zwischen der B 257 und B 50) erfolgen sukzessive in den darauffolgenden Jahren.