B 48 - Ortsumgehung Imsweiler

Bau einer Umgehungsstraße im Zuge der Bundesstraße B 48 für die Ortslage Imsweiler.


Im Detail:

Die geplante Strecke beginnt nördlich von Imsweiler aus Richtung Rockenhausen kommend ca. 500 m vor der Einmündung der K 7 in die B 48, schwenkt in südliche Richtung zur Querung des Alsenz-Talraumes und über die DB-Strecke, führt in einem großen Radius ca. 200 m östlich der bebauten Ortslage durch den Mühlberg und schwenkt ca. 600 m südlich von Imsweiler wieder auf die bestehende Trasse der B 48 in Richtung Winnweiler ein.



Zahlen und Fakten:

  • Länge: 1.780 m

  • Verkehrsbelastung: ca. 6.100 Kfz/24h

  • Bauwerke:
    - Talbrücke Schleifmühle: Länge 222 m, Zweifeldbauwerk mit gevoutetem Stahlverbundhohlkasten
    - Mühlbergtunnel: Länge 399,5 m, bergmännische Bauweise, druckwasserhaltender Querschnitt

Aktueller Sachstand

Anfang 2020 wurde mit dem dritten Erdlos begonnen. Hierbei werden der Erdabtrag und die Böschungssicherung im südlichsten Abschnitt hergestellt. Über eine Streckenlänge von ca. 260 m werden bis zu 20 m hohe Böschungen in einer Neigung von 45° angelegt und mit Erdnägeln und Stahlnetzen gesichert.

Zudem wurde der Bau der Talbrücke Schleifmühle beauftragt. Die Arbeiten hierfür werden - nach einer Vorbereitungs- und Planungsphase - voraussichtlich im Juli diesen Jahres beginnen.

Aktueller Sachstand zur Verkehrssicherung

Aufgrund der Nähe der derzeit laufenden Bauarbeiten zur bestehenden B 48 südlich von Imsweiler wird hier von Anfang Juni bis Mitte Oktober 2020 eine halbseitige Sperrung mit Lichtsignalanlage eingerichtet.

Der LBM Kaiserslautern bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die damit verbundenen Einschränkungen im Verkehrsablauf.

Beschreibung/Umfang der Baumaßnahme

Die Länge der Baustrecke beträgt 1.780 m. Zur Ausführung kommt der Straßenregelquerschnitt RQ 10,5 mit einer Kronenbreite von 10,50 m und einer Fahrbahnbreite von 7,50 m. Die Ausbaulänge für den nördlichen Anschluss der Ortsdurchfahrt an die neue Umgehung beträgt ca. 220 m. Die Herstellung des südlichen Anschlusses von Imsweiler beansprucht eine Straßenbaulänge von ca. 280 m.

Der Neubau umfasst des Weiteren:

  • den Bau einer 222 m langen Talbrücke zur Überführung der Umgehungsstraße über die Alsenz, der zweigleisigen DB-Strecke 3320 Hochspeyer - Bad Münster a. St. sowie dreier Wirtschaftswege;

  • den Bau eines 399,5 m langen Tunnels als Durchstich des Mühlberges einschließlich der dazu erforderlichen Nebenbauwerke (Betriebsgebäude, Löschwasservorratsbehälter, Löschwasserauffangbehälter);

  • die Herstellung und Anpassung von Wirtschaftswegen zur Wiederherstellung der vorhandenen Wirtschaftswegebeziehungen;

  • die Herstellung von Entwässerungseinrichtungen und -anlagen, Entwässerungs- und Sickermulden, Längsleitungen sowie Rückhaltemulden als wasserwirtschaftliche Ausgleichsmaßnahme sowie die Verlegung von zwei Gräben;

  • den Rückbau der bestehenden B 48 in den Anschluss- und Überleitungsstrecken;

  • Bepflanzungsmaßnahmen sowie erforderliche landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen;

  • alle erforderlichen Umbauten und Anpassungen der Nebenanlagen und sonstigen Einrichtungen einschließlich aller maßnahmebedingt erforderlichen Verlegungen von Ver- und Entsorgungsleitungen.

Bauzeit

Die Bauarbeiten haben im August 2017 begonnen. Für die Gesamtbauzeit sind ca. sechseinhalb Jahre veranschlagt.

Kosten

Die Kosten dieser Neubaumaßnahme belaufen sich auf ca. 66 Mio. Euro und werden vom Bund getragen.

Verkehrsführung

Aufgrund der Verkehrsbedeutung der B 48 sollen die Beeinträchtigungen für den Verkehr auf ein Mindestmaß reduziert werden. Voll- und Teilsperrungen sind in Teilbereichen und für einzelne Arbeitsschritte jedoch unerlässlich.

Bauzeitliche Umfahrung

Zur Herstellung der Rampe, welche später der südliche Ortseingang von Imsweiler mit der neuen Umgehung verbinden wird, ist es erforderlich, die bestehende B 48 über die Dauer der Bauzeit ca. 45 m in Richtung Alsenz zu verlegen. Diese geänderte Verkehrsführung hat aber - bis auf die damit verbundene Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h - keine weiteren Auswirkungen auf den Verkehrsablauf.

Halbseitige Verkehrsführung

Für die Herstellung des Böschungsanschnitts am südlichen Bauende der neuen Ortsumgehung müssen zuvor Arbeitsebenen angeschüttet werden, damit genügend Platz für die Baugeräte entsteht. Aufgrund der Nähe zur bestehenden B 48 sind die Arbeiten unter halbseitiger Verkehrsführung mit Ampelanlage vorzunehmen. Die verbleibende Fahrbahn wird durch eine ca. 2,5 m hohe Winkelstützwand und einen Geröllfangzaun vom Arbeitsbereich getrennt.

Temporäre Vollsperrung

Kurz vor der endgültigen Verlegung der B 48 auf die neue Ortsumgehung sind an beiden Bauenden jeweils temporäre Vollsperrungen erforderlich, um die Anschlüsse von der neuen auf die alte Straße herzustellen. Die Sperrungen werden zeitlich voneinander getrennt erfolgen, damit die Umleitungsstrecke so kurz wie möglich zu halten.

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