Beschreibung der Baumaßnahme

Das bestehende Bahnbauwerk aus dem Jahre 1915 befindet sich in einem baulich schlechten Zustand. Aufgrund des Schadenbildes ist eine Sanierung unwirtschaftlich.

Das neue Bauwerk wird um eine zusätzliche Fahrspur und ausreichend breite Geh- und Radwege aufgeweitet. Die Verbreiterung führt jeweils zu getrennten, eigenen Einbiegespuren in Richtung Oppenheim und Mainz. Dadurch wird sich die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Ampelanlage verbessern. Pro Grünphase kann mehr Verkehr in die B 9 einbiegen.

Die Erneuerung des Bauwerks kann aus bautechnischen Gründen nur unter Vollsperrung der B 420 erfolgen. Aus heutiger Sicht ist von mindestens zwei Jahren Vollsperrung für die B 420 auszugehen. Die Bauzeit kann durch den Einsatz von Mehrschichtbetrieb verkürzt werden.

Der Verkehr muss während der Bauzeit über die Wörrstädter Straße umgeleitet werden. Weitere Verkehrsverlagerungen auf andere Straßen sind absehbar.

Der Neubau der Bahnbrücke berücksichtigt bereits den geplanten Rheinufertunnel der B 9 Umgehung. Die Linie des Tunnels verläuft im Baufeld der neuen Bahnbrücke. Die neue B 9 kann erst gebaut werden, wenn die Bahnaufweitung abgeschlossen ist. Als Folge der neuen B 9 Führung wird der Bahnübergang Wörrstädter Straße geschlossen. Insofern ist die neue Bahnüberführung ein weiterer Schritt in Richtung Verkehrsentlastung von Nierstein.

Für die technisch anspruchsvolle Ingenieurplanung wurde im Mai 2017 ein Planfeststellungsverfahren bei der Planfeststellungsbehörde des LBM in Koblenz beantragt. Das Baurecht wird in 2018/2019 erwartet.

Baukosten

Zirka 8,4 Millionen Euro; Kostenträger sind die Deutsche Bahn AG und die Bundesrepublik Deutschland.

Bauzeit

Baubeginn: ab 2020
Bauende: geplant 2023

Technische Daten

Lichte Weite: 15,20 Meter
Lichte Höhe: 4,50 Meter

Verkehrszahlen:
B 9:    rd. 24.000 Fahrzeuge pro Tag
B 420: rd. 14.000 Fahrzeuge pro Tag

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Präsentation Bauablauf

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