A 48 - Bauarbeiten auf der Rheinbrücke Bendorf

In der Zeit von Mitte April bis Mitte Dezember 2019 wird die Rheinbrücke Bendorf (A 48) in Fahrtrichtung Höhr-Grenzhausen instandgesetzt. Nach einer Winterpause ohne Bauaktivitäten ist die Sanierung zwischen Ende März und Anfang Dezember 2020 in der Gegenrichtung fest eingeplant.

Daten und Fakten

Verkehrsbelastung: rd. 70.000 Fahrzeuge/Tag

Brückenlänge: 1.030 Meter

Brückenfläche: 22.500 Quadratmeter

Hintergrund

Seit Jahren kommt es immer wieder auf der Rheinbrücke Bendorf (A 48) zu gefährlichen Ausbrüchen im Straßenbelag. In 2017 wurde bereits ein Fahrzeug durch ein großes Schlagloch erheblich beschädigt.

Ein Speziallabor wurde daraufhin mit einer Georadarerkundung des Fahrbahnbelages beauftragt. Die Auswertung ergab großflächige Ablösungen des Asphalts von der Betonbrückenkonstruktion. Die Ergebnisse der Erkundungen bestätigten, dass der Fahrbahnbelag so schnell wie möglich entfernt und mit samt der Abdichtung erneuert werden muss.

Neben der Erneuerung der Fahrbahn werden zeitgleich weitere Mängel an der Brücke, z.B. an den Brückenübergängen und der Betonkonstruktion, beseitigt.

Bauzeit

Die eigentlichen Bauarbeiten haben planmäßig am 15. April 2019 begonnen und werden bis Dezember 2020 (mit einer Winterpause) andauern.

Kosten

Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 10 Mio. Euro und werden vom Bund getragen.

Verkehrsführung

Die seit dem 17. August 2019 geltende Verkehrsführung wird voraussichtlich bis Ende November 2019 Bestand haben.
Die Sanierungsarbeiten der rechten Fahrspur und des Seitenstreifens in Fahrtrichtung Dernbacher Dreieck sind abgeschlossen (1. BA); das aktuelle Baufeld befindet sich nun als Inselbaustelle im Bereich der linken Fahrspur in Fahrtrichtung Westerwald.

Für die gesamten Arbeiten ist eine sogenannte 3+1-Verkehrsführung notwendig. Für den Verkehrsteilnehmer stehen damit immer zwei verengte Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung. Es muss in den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs mit Stau gerechnet werden.

Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen der beiden Richtungsfahrbahnen auf der A 48 muss die Verkehrsführung in Richtung AD Dernbach bis auf Höhe des Parkplatzes Nonnenberg geführt werden.

Die deutlich längere Verkehrsführung wird dann in einem Zug für eine Deckenerneuerung genutzt, die eigentlich später geplant war. Auf einer Länge von 2,8 Kilometern wird die Fahrbahn auf ganzer Breite für einen Betrag von rd. 1,8 Mio. Euro erneuert. Der Fahrbahnbelag wird mit einem lärmgeminderten Gussasphalt hergestellt.

Nach den derzeitigen Planungen kann der Geh- und Radweg auf der Rheinbrücke Bendorf während der gesamten Baumaßnahme für den Verkehr geöffnet bleiben.

Stauwarnanlage

Für die Baustelle ist eine bis heute in Rheinland-Pfalz beispielslos aufwendige Stauwarnanlage vorgesehen. Egal ob von Trier oder dem Dreieck Dernbach kommend, die Verkehrsteilnehmer werden schon frühzeitig auf eine mögliche Staugefahr oder auf einen schon vorhandenen Stau hingewiesen. Durch die bewegte Topographie und Kurvigkeit der Autobahn ist eine Vielzahl an LED-Hinweistafeln erforderlich.

Die LED-Anzeigen werden sogar bis auf die angrenzenden Autobahnen A 3 und A 61 installiert. So sollen die oft folgenschweren Auffahrunfälle an den Stauenden vermieden werden. Die Kosten betragen rund 3,3 Mio. Euro.

Außerdem werden zur Sicherung der Brückenbaustelle Stahlgleitwände mit aufgesetzten Sichtschutzzäunen zwischen Arbeitsraum und dem vorbeifahrenden Verkehr aufgestellt. Durch den 1,50 m hohen Sichtschutz erhofft sich das Autobahnamt eine geringere Ablenkung der Autofahrer durch die Bautätigkeiten und somit einen merklich besseren Verkehrsfluss durch die Baustelle.

Obwohl die Planer alles unternommen haben, um während der Bauarbeiten die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, muss in den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs mit Stau gerechnet werden.

 

 

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