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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) tritt seit 2014 in den baltischen Staaten sowie in Polen auf und wurde Mitte 2017 erstmals im Osten der Tschechischen Republik und in Rumänien festgestellt. Aktuell ist in Polen eine Ausbreitung in westlicher Richtung festzustellen. Das Risiko der Eintragung in die Bundesrepublik durch kontaminiertes Schweinefleisch oder daraus hergestellte Erzeugnisse (inklusive weggeworfenes "Wurstbrot des Fernfahrers"), entlang des Fernstraßennetzes durch Fahrzeuge oder Personen, wird vom Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungs-institut für Tiergesundheit) als hoch eingeschätzt.

ASP ist für den Menschen ungefährlich, für infizierte Tiere verläuft die Viruserkrankung in der Regel tödlich.

Ein möglicher Ausbruch von ASP in Deutschland hätte massive wirtschaftliche Folgen für die Landwirtschaft und die nachgelagerte Verarbeitungsindustrie, da Deutschland von vielen Drittländern für den Handel mit Schweinen, deren Produkten und Nebenprodukten auf lange Zeit gesperrt werden könnte.

Aus diesem Grund wurden die Länder vom Bund aufgefordert, möglichst alle im Zuständigkeitsbereich der Straßenbaubehörden liegenden Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko einer Ausbreitung zu verringern.

An allen Bundesfernstraßen sowie an Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz mit starkem osteuropäischen Schwerlastverkehr sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Kontrolle und Instandsetzung von Einzäunungen von Rastanlagen/ Parkplätzen, um hier Wildschweine fernzuhalten.
  • Überprüfung der durchgeführten Entleerungshäufigkeit von Abfallbehältern sowie sonstiger Reinigungsleistungen an Rastanlagen/ Parkplätzen
  • Information der Verkehrsteilnehmer durch mehrsprachige Hinweisschilder

Weiterführende Informationen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hier.

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