LBM hat Brücken im Blick

Ein Brückenprüftrupp bei der Arbeit. © LBM

Es gibt insgesamt rund 7500 Brücken in Rheinland-Pfalz, 1900 davon sind Autobahnbrücken.

Alle Brücken in Rheinland-Pfalz, die unter Verkehr sind, sind auch stand- und verkehrssicher. Dem Fakt, dass es auf Grund des Alters vieler Brücken einen wachsenden Sanierungsbedarf gibt, tragen Bund wie Land durch seit 2014 deutlich gestiegene Finanzmittel Rechnung.

Brückenprüfung
Der Landesbetrieb Mobilität unterhält eigene Brücken-Prüftrupps, die nichts Anderes tun, als Brücken zu prüfen. Die Brücken werden von der Brückenprüfung regelmäßig untersucht: Alle drei Jahre werden die Brücken begutachtet und der Zustand des Bauwerks bis ins Detail dokumentiert. Dabei unterscheidet man zwischen einer Hauptprüfung und einer einfachen Prüfung, die alternierend stattfinden.  

Bei der Hauptprüfung werden die Brücken mithilfe moderner Technik genau unter die Lupe genommen. Dabei wird untersucht, ob die Brücke immer noch so tragfähig ist, wie es das Bauwerksbuch vorschreibt. Werden Risse oder andere Schäden festgestellt, werden sie umgehend behoben oder permanent überwacht. Das Bauwerk muss außerdem fest im Untergrund verankert sein. Auch die Fahrbahn und die Entwässerungssysteme werden untersucht.  

Die einfache Prüfung wird ohne Geräte als reine Sichtprüfung vorgenommen, die aber auch Funktionsteile wie Lager, Gelenke und Übergangskonstruktionen mit einbezieht.  

Eine „außerplanmäßige“ Überprüfung findet statt, wenn es auf der Brücke beispielsweise zu einem Unfall kam, bei dem wichtige Teile der Konstruktion beschädigt wurden.

Zustandsnoten
Die Zustandsnote einer Brücke nach DIN 1076 ergibt sich aus einem formalisierten Verfahren. Von der Zustandsnote kann man nicht auf Art und Umfang der Schäden und insbesondere der Standsicherheit von Brücken schließen. Auch kleine Schäden – wie beispielsweise an Brückengeländern - können zu einer schlechten Zustandsnote führen, ohne dass die Standsicherheit beeinträchtigt ist.

Mehr Informationen

Nach oben