Ferienzeit = Bauzeit?

© LBM

Allein aus Gründen der erforderlichen Bauzeit ist es nahezu unmöglich, nicht in der Ferienzeit zu bauen. Die Oster-, Sommer- und Herbstferien in den einzelnen Bundesländern beginnen und enden unterschiedlich. Die Zeitspanne zwischen den Ferien beträgt zum Teil nur wenige Wochen und ist für länger dauernde Baustellen zu kurz.  

Ein Beispiel: Fünf Kilometer grundhafte Erneuerung einer Fahrbahn einschließlich einer eventuellen Brückensanierung und neuer Schutzeinrichtungen dauert ca. sechs Monate. Witterungsbedingt ist das Zeitfenster für Bautätigkeit im Freien meist nur acht Monate pro Jahr (von Anfang April bis Ende November). Hieraus folgt, dass die Baustellen in der Sommerreisezeit nicht zu vermeiden sind – es sei denn, wir legen kürzere Baulose fest, dies würde aber zu unwirtschaftlichen Vergaben führen und hätte mehrmalige Behinderungen zur Folge. Insbesondere bei der Sanierung oder Instandsetzung von Bauwerken bringt es keinen schnelleren Baufortschritt, wenn die Lose verkürzt werden. Ab einer bestimmten Bauwerkslänge brauchen die Arbeiten einfach ihre Zeit.  

Da viele Instandsetzungsarbeiten nur bei bestimmten Temperaturen, Tageslicht und bei bestimmter Luftfeuchtigkeit ausgeführt werden können, finden diese Arbeiten vermehrt im Sommer statt. Als Faustregel gilt hier: Je besser die Witterung und je länger die Tage, desto kürzer auch die Bauzeit.  

Auch werden bestimmte Baumaßnahmen bewusst in die Ferien gelegt, um die verkehrsarme Zeit auszunutzen. Hier sind weniger Pendler unterwegs und so können in bestimmten Regionen Straßen gesperrt werden, die beispielsweise während der Schulzeit aufgrund von Schulbusverkehren nicht gesperrt werden könnten.  

Wir vermeiden allerdings, dass zu Beginn und zum Ende der Reisezeit Baustellen eingerichtet oder abgebaut werden, da dies zu erheblich größeren Eingriffen in den fließenden Verkehr und damit zu erhöhter Stauwahrscheinlichkeit führt.      

Informationen zu aktuellen Baumaßnahmen  

Das Baustellen-ABC

Nach oben