Erste LBM-Schneepflugmeisterschaft

Rheinland-Pfalz hat seine ersten Schneepflug-Meister: Ein Team von der Autobahnmeisterei Emmelshausen ist Gewinner der ersten rheinland-pfälzischen Schneepflugmeisterschaft (mit Unimog). Der LBM hat diesen Geschicklichkeit-Parcours für Unimog-Fahrer erstmals veranstaltet. Austragungsort war die Fahrtechnik-Anlage in Wüschheim.  

Platz zwei ging das Team der Autobahnmeisterei Heiligenroth, Platz drei an das Misch-Team der Straßenmeistereien Bad Ems und Altenkirchen. Alle drei haben sich damit für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert, die im September 2019 in Hessen ausgetragen werden.  

Mit dabei waren insgesamt 22 Straßen- und Autobahnmeistereien aus dem ganzen Land. „Einen hochtechnisierten Unimog zu bedienen, erfordert im Winter- wie Sommerdienst ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Können“, so Arno Trauden, Geschäftsführer des LBM.  

In Rheinland-Pfalz werden im Winterdienst, zur Grünpflege und zur Reinigung bei den 70 Straßen- und Autobahnmeistereien rund 110 Großgeräteträger (Unimog) eingesetzt.  

Im Winterdienst ist der Unimog jährlich rund 45.000 Stunden – umgerechnet in Summe fünf Jahre – bei engen Streckenabschnitten und auf Parkplätzen und Rastanlagen im Einsatz. Im Sommerdienst werden Intensiv- und Extensivbereiche gemäht. Bei diesen Arbeiten kommen zwei Anbaugeräte gleichzeitig zum Einsatz. Darüber hinaus muss noch auf den Verkehr geachtet werden – eine anspruchsvolle Tätigkeit.  

Zur Verbesserung und Demonstration der Fertigkeiten im Zusammenhang mit der Bedienung des Unimog wurde daher erstmalig in Rheinland-Pfalz eine Schneepflugmeisterschaft mit Unimog auf einem Geschicklichkeitsparcours durchgeführt. Die Veranstaltung ist eine Ergänzung zum jährlich angebotenen Fahrsicherheitstraining für LKW, Unimog und Transporter. Hierbei werden rund 140 Mitarbeiter pro Jahr geschult.  

Der aufgebaute Parcours verlangte einen sicheren und souveränen Umgang mit Fahrzeug und Schneepflug. Insgesamt acht Aufgaben mussten bewältigt werden, natürlich stets mit einem Blick auf die Zeit, denn Fahrzeit und Fehlerpunkte wurde gewertet.  

Zunächst musste vorwärts Slalom um Pylone gefahren werden, dann mussten zweimal Fässer punktgenau verschoben werden. Bei einer Fahrt über zwei Rampen galt es, Kegel mit dem Schneepflug abzuräumen. Nach einer Rückwärtsfahrt folgte abschließend der Slalom rückwärts, bevor der Schneepflug punktgenau auf der Ziellinie abgelegt werden musste. Das Wettkampffahrzeug wurde von KBM gestellt, so dass alle Teilnehmer die gleichen Wettbewerbsbedingungen hatten.  

„Der Slalom war die größte Herausforderung, vorwärts wie rückwärts“, da waren sich Matthias Rudolph vom  Siegerteam der AM Emmelshausen und Peter Lehnhardt von der SM Kaiserslautern einig. Aber gerade die hier erforderlichen Fahrmanöver seien auch im Unimog-Einsatz auf der Strecke gefordert, berichten beide. „In engen Ortdurchfahren, in denen die Autos versetzt parken, ist es vergleichbar“, so Lehnhardt. Matthias Rudolph bestätigt: „Je nachdem wie die Lkw auf den Autobahnparkplätzen stehen, ist hier Slalomfahren angesagt.“ Auch die übrigen Aufgaben seien gut in die Praxis übertragbar: „Schneeschieben ist ähnlich wie Fässer schieben. Und auch das genaue Ausrichten des Schneepflugs ist im Winterdienst gefragt“, vergleicht Rudolph den Parcours mit dem täglichen Einsatz.

Ursula Gerhartz-Path, Leiterin des Geschäftsbereichs Betrieb im LBM, stellte bei der Siegerehrung fest: „Wir wussten schon vorher, dass Sie alle geschickt mit dem Unimog umgehen können, heute haben Sie es einmal mehr unter Beweis gestellt. Sie haben gezeigt, dass sich die Verkehrsteilnehmer auf Sie verlassen können – der nächste Winter kann kommen.“  

Schneepflugmeisterschaften gibt es seit 2014. Die WM hat bisher zwei Mal stattgefunden (2014 in Andora, 2018 in Danzig). Die Deutsche Meisterschafen waren zuletzt 2017. Acht Teams aus NRW, Berlin, Baden-Württemberg, Hessen und Brandenburg hatten hier teilgenommen.  

Die nächste Europameisterschaft ist 2020 in Österreich – vielleicht dann auch mit rheinland-pfälzischer Beteiligung.

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