Mehr Sicherheit durch präventive Solestreuung

© LBM

Durch präventive Solestreuung am späten Nachmittag oder Abend kann die Bildung von Reifglätte und leichter Eisglätte bis zum darauffolgenden Morgen verhindert werden: ein enormer Mehrgewinn an Verkehrssicherheit, auch für die Fahrer von Winterdienstfahrzeugen, die zudem weniger Nachteinsätze haben.

Seit sechs Jahren wird diese Winterdiensttechnik mit reiner Natriumchlorid-Sole im rheinland-pfälzischen Autobahnnetz für den vorbeugenden und leichten Streueinsatz angewendet. Hierbei wird die reine Salzsole über Sprühdüsen gleichmäßig auf die Fahrbahn aufgebracht.

Seit dem Winter 2015/2016 wird in der Master-Straßenmeisterei Neuwied die Flüssigstreuung auch im nachgeordneten Netz (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) in einem Pilotversuch getestet.

Mit dieser Maßnahme könnte das Niveau des Winterdienstes für das nachgeordnete Netz enorm verbessert werden, da nun die Entwicklung von Reifglätte und überfrierender Feuchte aufgrund einer vortägigen Präventivstreuung nahezu 24 Stunden am Tag ausgeschlossen werden kann.

Bisher sieht die Winterdienstorganisation vor, diese Glättearten organisatorisch nur zwischen 6 und 22 Uhr möglichst auszuschließen.

Zumindest im stark belasteten (min. 20.000 KFZ / 24h) nachgeordneten Netz soll die präventive Solestreuung mittelfristig flächendeckend umgesetzt werden.

Weitere Informationen rund um den Winterdienst

Nach oben