A 61- Neues System erleichtert Parkplatzsuche für Lkw-Fahrer

Freie Lkw-Parkplätze werden an der A 61 in Rheinland-Pfalz zukünftig digital erfasst. Das Parkplatzbelegungssystem für Lkw ist das erster seiner Art in Rheinland-Pfalz und neben Bayern eines von zwei Pilotprojekten bundesweit. Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat das System zur digitalen Erfassung freier Lkw-Parkplätze zusammen mit Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, und Arno Trauden, Geschäftsführer im Landesbetrieb Mobilität, freigeschaltet.

„Das Parkplatzbelegungssystem für Lkw ist ein wichtiger Schritt hin zu digitalem Verkehrsmanagement. Es wird Lkw-Fahrern helfen, freie Parkplätze zu finden und unsere Autobahnen noch sicherer machen“, sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht bei der Inbetriebnahme in der Verkehrszentrale in Koblenz. „Mit dem System wird eine verlässliche Datengrundlage über die Belegung der Rastanlagen durch Lkw-Verkehre aufgebaut. Wir leisten mit dem Pilotprojekt einen wichtigen Beitrag zur Nutzung digitaler Systeme im Verkehrsbereich“, so Becht.  

„Wir wollen den Verkehr intelligent steuern“, betonte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Ein wichtiges Ziel sei deshalb die optimale Nutzung von Lkw-Stellplätzen. „Insbesondere unsere Lkw-Fahrer sorgen dafür, dass der Güterverkehr und die Logistik in Deutschland boomen. Sie legen jedes Jahr viele Kilometer auf unseren Autobahnen zurück und brauchen erholsame Pausen. Deshalb schaffen wir moderne, digitale Parkleitsysteme, um ihnen in Echtzeit verlässliche Daten zu liefern und den Parkraum dadurch effizient zu nutzen. Das bedeutet: Wir verkürzen die Parkplatz-Suche - und erhöhen die Verkehrssicherheit“, so Bilger.  

Insgesamt 20 Parkplätze mit über 1.060 Lkw-Stellplätzen sind entlang des 200 Kilometer langen Abschnitts der A 61 in das Belegungssystem integriert. Das sind über 25 Prozent aller Stellplätze in Rheinland-Pfalz. Betreut wird das System von der Verkehrszentrale des Landesbetriebs Mobilität in Koblenz.  

Mit dem neuen System wird die tatsächliche Belegung der integrierten Rastanlagen für Lkw an der A 61 in Echtzeit erfasst und an den Mobilitätsdatenmarktplatz des Bundes (MDM) übertragen. Dort stehen die Daten zur weiteren Anwendung bereit, beispielsweise für Hersteller von Navigationsgeräten, App-Entwickler oder andere Mobilitätsportale. Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz speist die Daten zur Lkw-Belegung auf www.verkehr.rlp.de ein macht sie dort in einer Straßenkarte („Lkw-Parkplätze“ auswählen) sichtbar. Dort ist zu sehen, an welcher Rastanlage wie viele Lkw-Stellplätze frei sind.  

Ziel des Projektes ist die optimale und effiziente Nutzung aller Lkw-Stellplätze an der A 61 zwischen den Landesgrenzen zu Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Kosten in Höhe von rund 3,6 Millionen trägt der Bund. Die Maßnahme wurde von der EU im Rahmen des Projektes URSA MAJOR 2 gefördert.  

„Ich bin stolz, dass wir in Rheinland-Pfalz eines von bundesweit zwei Pilotprojekten zum Lkw-Parkplatzbelegungssystem umsetzen dürfen und diese innovative Technik hier zum Einsatz kommt“, so LBM-Geschäftsführer Arno Trauden. Er dankte allen an dem Projekt beteiligten Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement.  

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