Straßenmeistereien testen Präventivmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz testet zur Zeit in Bad Ems, Kusel, Worms und Irrel ein neues Verfahren gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS).

Hierbei werden wirbellose Fadenwürmer – sogenannte Nematoden – auf befallene Baumbestände aufgebracht. Die für den Menschen und die meisten Lebewesen
ungefährlichen Fadenwürmer werden in der Dunkelheit mit einem Sprühsystem, das auf einen Unimog montiert ist, aufgetragen.

Aufgrund dieser Vorgehensweise ist es möglich, dass Verkehrsteilnehmer in den Abendstunden auf einen nicht gewohnten Arbeitstrupp treffen. Die Verkehrsteilnehmer werden bei Erkennen der gelben Rundumkennleuchte um umsichtige Fahrweise gebeten.

Ziel ist es, den EPS aus dem Bereich der Straßen, Radwege und Parkplätze möglichst zu verdrängen, um den Gesundheitsschutz der Verkehrsteilnehmer und Straßenwärter zu optimieren.

In den vergangenen Jahren ist der Eichenprozessionsspinner vermehrt in Rheinland-Pfalz aufgetreten und hat sich sehr stark ausgebreitet. Die Raupen des EPS ernähren sich bevorzugt von Eichenblättern und sind daher grundsätzlich nur an Eichen anzutreffen. Sie bilden Brennhaare aus, die bei Kontakt und unmittelbarem Einatmen gesundheitliche Probleme bereiten können.

Die vom EPS betroffenen Eichen befinden sich unter anderem auf Parkplätzen sowie an Radwegen und stellen somit eine Gefährdung für den Verkehrsteilnehmer dar. Insbesondere Bedienstete der Straßenmeistereien sind bei der Erledigung ihrer Aufgaben durch Brennhaare und Nester des EPS einer besonderen gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt.

Bei diesem Testeinsatz handelt es sich um die geplante Ausweitung eines Pilotversuchs im Bereich der Straßenmeisterei Kusel aus dem Jahr 2020.