Anlage und Betrieb von Flugplätzen

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Flughäfen, Landeplätze und Segelfluggelände dürfen nur angelegt und betrieben werden, wenn hierfür die Genehmigung nach § 6 LuftVG erteilt wurde. Ebenso müssen wesentliche Änderungen an der Anlage oder des Betriebes von Flugplätzen vorher genehmigt werden.

Die Fachgruppe Luftverkehr des Landesbetriebes Mobilität ist für diese Genehmigungsverfahren zuständig. Bei ihr können die jeweiligen Flugplatzbetreiber Anträge für die betrieblichen Änderungen oder die Ausbauvorhaben stellen.

Bei Flughäfen und größeren Landeplätzen, bei denen üblicherweise ein Bauschutzbereich festgelegt ist, ist bei geplanten größeren Ausbauvorhaben ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren (§§ 8-10 LuftVG) nötig.

Bei allen Genehmigungsverfahren ist neben den technischen Anforderungen vor allem zu prüfen, ob bei den geplanten Vorhaben die Erfordernisse des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie des Städtebaus und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt sind.

Genehmigungsverfahren bzw. Planfeststellungsverfahren sind neben der Neuanlage eines Flugplatzes zum Beispiel auch zwingend zur:

  • Einführung von Instrumentenflugbetrieb
  • Verlängerung einer Start- und Landebahn oder wesentliche Änderungen der sonstigen Flugbetriebsflächen (Taxiways und Vorfelder)
  • Erteilung von Nachtfluggenehmigungen

Zertifizierung von Flugplätzen

Aufgrund einer von der Europäischen Kommission im Februar 2008 erlassenen Verordnung  (EG) Nr. 216/2008 zur Festlegung gemeinsamer Vorschriften für die Zivilluftfahrt und zur Errichtung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit  (geändert durch VO (EG) Nr. 1108/2009) müssen Flugplätze, die unter den Geltungsbereich der Verordnung fallen, zertifiziert werden.  Gemäß Art. 4 Abs. 3a VO (EG) Nr. 216/2008 sind dies Flugplätze, die

  • zur öffentlichen Nutzung bestimmt sind und für den gewerblichen Flugbetrieb genutzt werden,
  • auf denen Flugbetrieb unter Verwendung von Instrumentenanflug- oder -abflugverfahren stattfindet,
  • und die über eine befestigte Start- und Landebahn von 800 m oder mehr verfügen.

Um ein EASA-Zeugnis zu erhalten, muss ein Flugplatz gemäß Art. 8a VO (EG) Nr. 216/2008 „grundlegende Anforderungen“ erfüllen. Daher  werden die Infrastruktur, der Betrieb und die Organisation eines Flugplatzes überprüft.

Nähere Ausführungen zu den Anforderungen finden sich in der Verordnung (EU) Nr. 139/2014 vom Februar 2014 zur Festlegung von Anforderungen und Verwaltungsverfahren in Bezug auf Flugplätze. 

Für die Erteilung des EASA-Zeugnisses sind die Landesluftfahrtbehörden zuständig.  Betroffene Flugplätze müssen das EASA-Zeugnis bis 31.12.2017 erhalten.

Öffentliche Bekanntmachungen

Hier gelangen Sie zu unseren aktuellen öffentlichen Bekanntmachungen im Bereich Luftverkehr.

Ansprechpartner

Caroline Beitzel
caroline.beitzel(at)lbm.rlp.de
Tel.: 06543/50-8832

Lisa Schlag
lisa.schlag(at)lbm.rlp.de
Tel.: 06543/50-8812

Bertram Zimmer
bertram.zimmer(at)lbm.rlp.de
Tel.: 06543/50-8834