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B 47, Südumgehung Worms

Aktuelles

Präsentation Bürgerinformation vom 20. November 2017 (PDF, 4,7 MB)

Ausführungsplanung 2. Bauabschnitt (PDF, 4,0 MB)

Übersichtsplan aktuelle Baumaßnahmen (JPG, 1 MB)

 

Zweiter Bauabschnitt beginnt

Seit Montag, 16. Oktober 2017, wird am zweiten Bauabschnitt der Südumgehung Worms gearbeitet.

Im ersten Bauabschnitt wurde die zweite Richtungsfahrbahn der B 47 zwischen der BAB A 61 und der Anschlussstelle Kolpingstraße hergestellt. Die Überführung "Mondscheinweg" und der Durchlass des Eisbachradweges sowie ein erstes Teilstück der B47neu zwischen Kolpingstraße und Horchheimer Straße sind fertig gestellt.

Der Bauvertrag zur Herstellung einer Straßenbrücke in Höhe von 1,56 Millionen Euro musste mangels Baufortschritt gekündigt werden. Das neue Bauwerk überführt die Horchheimer Straße über die geplante B 47neu. Die Herstellung des Bauwerks wird in 2018 erneut öffentlich gemeinsam mit Tief- und Straßenbauarbeiten ausgeschrieben. Der LBM Worms sieht den Termin für die Fertigstellung der Südumgehung Worms im Jahr 2022 als nicht gefährdet an.

Mit dem zweiten Bauabschnitt sind die Arbeiten zur Herstellung der Anschlussstelle Horchheimer Straße an die Südumgehung Worms gestartet. Dazu werden im Vorlauf umfangreiche Leitungsverlegungen (Gas, Wasser, Abwasser Strom, Telekommunikation) verschiedener Versorgungsunternehmen in der Horchheimer Straße notwendig. Um die Leitungsarbeiten verkehrsverträglich zu ermöglichen, wird bis Ende 2017 eine Verbindungsspange zwischen der Horchheimer- und der Weinsheimer Straße gebaut. Während der Verkehr ab Anfang 2018 über die neue Spange läuft, können die Leitungsarbeiten auf der dann gesperrten Horchheimer Straße erfolgen. Die Herstellung der Verbindungsspange ist weitgehend ohne Einschränkungen für den Verkehr auf der Horchheimer- und Weinsheimer Straße umsetzbar.

Ab April 2018 beginnen die Bauarbeiten am Überführungsbauwerk Horchheimer Straße sowie an den neuen Kreisverkehrsplätzen und den Auf- und Abfahrtsrampen der neuen Anschlussstelle. Diese Arbeiten finden im freien Baufeld zwischen der Horchheimer- und der Weinsheimer Straße statt.

Der Abschluss des zweiten Bauabschnittes soll mit der geplanten Teilfreigabe der B47neu bis zur Anschlussstelle Horchheimer Straße bis Ende 2019 erfolgen. Zeitgleich beginnen ab April 2018 die Bauarbeiten zur Herstellung der Straßenbrücke über die Bahn sowie der Bau der neuen Überführung Klosterstraße. Die Straßenbrücke wird auf dem Gelände der ehemaligen Kleingartenanlage "Ochsenplatz" errichtet.

Die Südumgehung Worms ist Teilstück der überregionalen Bundesstraße 47 und bildet den Lückenschluss zwischen der Anschlussstelle K 17 (Kolpingstraße) und der B 9 südlich von Worms.

Nächste Schritte

Ab Frühjahr 2018:
  • Verlegung einer Hochdruckgasleitung und eines Abwasserkanals in der Horchheimer Straße. Hierzu wird eine Vollsperrung der Straße erforderlich. Der Verkehr wird dann über die neue Verbindungsspange geführt.
Ab April 2018:
  • Neubau der Anschlussstelle Horchheimer Straße mit Erstellung des Brückenbauwerks.
  • Beginn der Bauarbeiten an der Überführung der B 47neu über die Bahn.
  • Beginn der Bauarbeiten an der Überführung der Klosterstraße über die B 47neu im Bereich der ehemaligen Kleingartenanlage.

Überblick Gesamtmaßnahme

Bisher:

Die Südfahrbahn zwischen der Anschlussstelle A 61-Worms und der Kolpingstraße ist bereits seit Mitte 2016 unter Verkehr. Seit August 2016 laufen die Bauarbeiten zum Neubau der Südumgehung Worms. Der erste Bauabschnitt östlich der Anschlussstelle Kolpingstraße ist bereits fertig gestellt.

Sachstand:

Die Fahrbahnen an der Anschlussstelle A 61-Worms werden noch bis Ende 2017 saniert.

Die beiden ersten Brücken der Südumgehung am "Mondscheinweg" und am Eisbachradweg sind nahezu fertiggestellt. Bereits seit Juli 2016 laufen die Vorarbeiten für die Dammschüttung östlich der Bahnlinie. Hier werden nach und nach überschüssige Erdmassen aus den anderen Bauabschnitten eingebaut. Derzeit wird eine Verbindungsspange zwischen Horchheimer- und Weinsheimer Straße hergestellt, damit die Horchheimer Straße in 2018 wegen Leitungsverlegungen gesperrt werden kann. Die Spange ist bereits Teil der neuen Anschlussstelle "Horchheimer Straße". Die Ausschreibung für den größeren Teil der neuen AS Horchheimer Straße mit Erd- Straßen- und Brückenbauarbeiten befindet sich in Bearbeitung. Ziel ist eine Vergabe des Bauauftrages im ersten Quartal 2018.

Ausblick:

Nach Fertigstellung der Anschlussstelle Horchheimer Straße Ende 2019 kann der Verkehr bereits von der A 61 bis zur Horchheimer Straße rollen.

Das Überführungsbauwerk über die Bahn und die neue Überführung Klosterstraße sollen bis Ende 2018 fertig gestellt werden, so dass die Bauarbeiten im östlichen Bereich der Südumgehung planmäßig fortgesetzt werden können. Die Fertigstellung der gesamten Südumgehung Worms ist für 2022 vorgesehen.

Weitere Informationen

An der Horchheimer Straße zwischen dem Autohaus Heydasch und Cash & Carry wurde auf Höhe der Wirtschaftswegeinmündung zum "Mondscheinweg" einen Schaukasten aufgestellt. Hier können sich interessierte Bürger über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informieren.

Beschreibung der Baumaßnahme

Mit dem Neubau der B 47 zwischen der Kolpingstraße (K 17) und der B 9 wird eine wichtige fehlende Verbindung für den regionalen und überregionalen Verkehr hergestellt - eine Entlastung für Wormser Bürgerinnen und Bürger sowie tausende Pendler gleichermaßen. Denn die B47 ist ein wichtiges Ost-West-Verbindungsglied zwischen den Autobahnen 61 und 63 auf rheinland-pfälzischer Seite und der A 67 und A 5 auf hessischer Seite.

Aktuell verläuft die Straße mitten durch die Wormser Innenstadt, gesäumt von Wohnungen und Firmen. Die zahlreichen kleinen Kreuzungen und Einmündungen führen in den Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu Staus. Denn dann treffen der innerstädtische und der überregionale Verkehr auf diesem Engpass zusammen. Rund 11 Prozent des Verkehrs auf der B 47 sind rein überregionaler Durchgangsverkehr. Dieser wird zukünftig um den Innenstadtbereich herumfließen.

Die neue Verbindung wird außerdem Teil des "äußeren Rings" der Stadt und übernimmt damit zusätzlich eine wichtige Sammel- und Verteilfunktion für den Stadtverkehr. Die Prognosen zeigen, dass z. B. die besonders belasteten Achsen "Kolpingstraße, Klosterstraße und Horchheimer Straße" durch den Neubau stark entlastet werden.

Die neue B 47 wird zwei Fahrbahnen je Richtung haben und außerdem ohne Ampeln und Kreisel bis zur Wormser Rheinbrücke führen. Kreuzende Straßen, Eisenbahn und Gewässer werden mit Brücken über oder unter die neue Straße verlegt. Die bisherige B 47 wird nach Abschluss der Bauarbeiten zu einer Stadtstraße abgestuft.

Streckenverlauf

Die Neubautrasse beginnt unmittelbar an der Anschlussstelle Kolpingstraße B 47/K 17, kreuzt die Horchheimer Straße (L 395), die Weinsheimer Straße (L 456), die Bahnlinie Worms-Ludwigshafen und die Klosterstraße. Sie schließt im Bereich des Mittelochsenplatzes unmittelbar vor der Anschlussstelle B 9/L 523 an die L 523 an.

Der Neubau findet ausschließlich in der Gemarkung Worms statt. Der Flächenbedarf liegt bei rund 354.000 Quadratmetern.

Die Länge der Baustrecke beträgt rund 2,35 Kilometer. Es müssen circa 900 Meter klassifizierte Straßen sowie rund 300 Meter städtische Straßen verlegt bzw. umgebaut werden.

Weitere Daten:

  • Querschnitt: Vier Spuren mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen (Gesamtbreite 21,5 m)
  • Anschlüsse:
    - Kolpingstraße (K 17)
    - Horcheimer Straße/Weinsheimer Straße (L 395/L 456)
    - Klosterstraße (L 523)
  • Bauwerke:
    Acht Bauwerke, teils als Über- und Unterführung, sowie 1.000 Meter Lärmschutzwände
Baukosten

rd. 36 Mio. Euro

davon
rd. 6,5 Mio. Euro für Grunderwerb
rd. 9,5 Mio. Euro für Brückenbauwerke
rd. 20 Mio. Euro für Straßenbau

Bauzeit

Baubeginn: Ende Juli 2016

Bauzeit: zirka sechs Jahre

Planungshistorie

Die B 47 neu ist derzeit von der Einmündung B 47/B 271 bei Monsheim durchgehend bis zur Anschlussstelle Kolpingstraße (B 47/K17) mit einem einbahnigen Querschnitt ausgebaut. Von der Anschlussstelle Worms (A 61) bis zur Anschlussstelle Kolpingstraße besteht seit Juli 1973 eine rechtskräftige Planung für einen vierspurigen Ausbau. Bisher wurde jedoch nur ein Fahrstreifen gebaut. Die Erweiterung um den zweiten Fahrstreifen erfolgt im Zusammenhang mit dem Bau der Südumgehung.

Für die Weiterführung der B 47 wurde 1977 ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Die damalige Planung sah vor, die B 47 über eine neue Rheinbrücke ca. 1,3 km südlich der vorhandenen Rheinbrücke nach Hessen weiterzuführen. Aufgrund von massiven Einsprüchen zu naturschutzfachlichen Aspekten kam das Verfahren zum Erliegen. Der damals neu erstellte Generalverkehrsplan der Stadt Worms kam zum Ergebnis, dass statt eines südlich oder nördlich gelegenen Neubaus die bestehende Rheinbrücke erweitert werden sollte. Daraufhin wurde eine zweite zweispurige Rheinbrücke unmittelbar neben der bestehenden Strombrücke geplant. 1987 wurde das erforderliche Planfeststellungsverfahren für den Brückenneubau eingeleitet und 1992 erfolgreich zum Abschluss gebracht. 2008 wurde die neue Rheinbrücke fertig gestellt. Aufgrund dieser Entwicklung war es erforderlich, für die Südumgehung ebenfalls ein neues Planungskonzept zu entwickeln, welches im Endergebnis die Führung der neuen B 47 von der AS Kolpingstraße bis zur L 523 am Mittelochsenplatz und im weiteren Verlauf zur neuen vierspurigen Rheinquerung vorsieht.

Die topografischen Gegebenheiten sowie die planerischen und städtebaulichen Zwangspunkte bilden den Rahmen für den engen Planungskorridor mit wenig Raum für alternative Linienführungen. Im Verlauf der vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens durchgeführten Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) wurden mehrere Höhenverläufe (Gradienten) für die Südumgehung untersucht. Überführungen und Unterführungen der kreuzenden Verkehrswege Horchheimer Straße, Weinsheimer Straße, Bahnstrecke und Klosterstraße wurden einander gegenübergestellt und bewertet.

Nach Optimierungen und Abwägungen - insbesondere aus der Sicht von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit - wurde die Überführung der B 47 neu über die Bahnstrecke als Grundlage der weiteren Planung gewählt. Ansonsten wird die neue Trasse auf Höhe des vorhandenen Geländes geführt. Die kreuzende Horchheimer Straße und die Klosterstraße werden überführt.

Die Gestaltung der Knotenpunkte bzw. Anschlussstellen ist ebenfalls ein Ergebnis von mehreren Optimierungen und Untersuchungen, wobei die Kriterien Platzbedarf, Umweltauswirkungen, Verkehrsabwicklung/-sicherheit und Leistungsfähigkeit den Ausschlag für die planfestgestellte Form gaben.

Der Planfeststellungsbeschluss für die B 47 Südumgehung Worms zwischen der Kolpingstraße und der B 9 hat im März 2014 Rechtskraft erlangt. Im August 2013 wurde eine noch anhängige Klage vom OVG abgewiesen. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 6. März 2014 die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des OVG Rheinland-Pfalz vom August 2013 zurückgewiesen.

Ansprechpartner

Landesbetrieb Mobilität Worms
Schönauerstraße 5
67547 Worms

Projektingenieur:
Martin Strehler
Tel.: 06241/401-685